Musik und Macht: Die Macht der Musik
Musik, Krieg und Revolution: Band III
Besetzung
Valery Gergiev
Anita Lasker-Wallfisch
Simon Wallfisch
Gabriela Montero
Julia Heimerdinger
Programmhinweise
"Das Wort ist indirekt," sagt Schopenhauer; "Musik ist direkt. Sie spricht von einer Seele zur anderen." Dieses Zitat veranschaulicht die Kraft der Musik, ihre Fähigkeit, das auszudrücken, was sonst nicht ausgedrückt werden kann. Mehr als vielleicht jede andere Sprache unterliegt Musik jedoch der Interpretation durch diejenigen, die sie hören, und in den falschen Händen kann ihre Macht zu gefährlichen Zwecken mobilisiert werden. Musiker stehen daher vor einer schwierigen Wahl: alle nichtmusikalischen Bedeutungen in ihrer Kunst zu ignorieren oder aktiv und direkt zum Gespräch beizutragen—denn, wie die Pianistin Gabriela Montero sagt, "erreicht Musik den Kern dessen, wer wir als Menschen sind."
Wie bewegt und reizt Musik, und wie wird sie von politischen und sozialen Mächten beeinflusst? Ist sie mehr als eine Kunstform? Wie wurde sie im Laufe der Jahrhunderte zu persönlichen Zwecken umgelenkt—zum Guten oder Schlechten? Wie groß ist der Umfang und die Reichweite ihrer Macht? Kann Musik die Welt verändern? Indem sie sich mit diesen und anderen Fragen auseinandersetzt, vergleicht dieser letzte Band einer dreiteiligen Dokumentarserie über Musik, Krieg und Revolution die heutigen Beziehungen zwischen Musik und Macht mit denen zur Zeit der Weltkriege. Von Deutschland bis Venezuela und dem Nahen Osten reflektieren und teilen Persönlichkeiten der Musikwelt wie Iván Fischer, Daniel Barenboim und Anita Lasker-Wallfisch—eines der letzten überlebenden Mitglieder des Frauenorchesters von Auschwitz—ihre Erfahrungen.






