Musik zur Zeit des Großen Krieges
Musik, Krieg und Revolution: Band I
Besetzung
Programmhinweise
Der erste Teil einer dreiteiligen Reihe über Musik vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg zeichnet in diesem Band die Auswirkungen des Krieges auf europäische Komponisten nach, da er die musikalische Landschaft für kommende Generationen unwiderruflich veränderte.
Der Dokumentarfilmer Andreas Morell bietet einen breiten und großzügigen Überblick über diesen turbulenten historischen Moment, in dem eskapistische Unterhaltung mit rosaroter Nostalgie neben unsentimentalem, zukunftsorientiertem italienischem Futurismus koexistierte. Es gibt herzzerreißende Geschichten darüber, was hätte sein können – wie die des vielversprechenden Komponisten Rudi Stephan, der im Krieg im Alter von 28 Jahren fiel – und unglaubliche Geschichten von überwundenen Widrigkeiten, wie im Fall des Pianisten Paul Wittgenstein, der seinen rechten Arm durch eine feindliche Kugel verlor und nach Hause zurückkehrte, um Größen wie Britten, Korngold, Prokofjew und Ravel dazu zu inspirieren, Werke nur für die linke Hand zu komponieren.
Ein besonderer Fokus liegt auch auf den österreichischen Größen Schoenberg, Berg und Webern, deren nationalistische Begeisterung sich in tiefe Ernüchterung verwandelte, als das wahre Ausmaß des Krieges deutlich wurde, was sie in Glaubens- und Kunstkrisen stürzte, die ihr Leben und Werk für immer prägen sollten.






