
Paul Hindemith
16. November 1895 - Hanau (Deutschland) — 28. Dezember 1963 - Frankfurt (Deutschland)
Über
Paul Hindemith, ein Interpret und Komponist.
Als virtuoser Streichinstrumentalist spielte Paul Hindemith zunächst die zweite Violine und dann Bratsche im Rebner-Quartett, bevor er 1922 sein eigenes Quartett gründete (das Amar-Quartett). Er war auch der erste Geiger der Frankfurter Oper von 1915 bis 1923.
Als großer Bewunderer zeitgenössischer Musik liebte er besonders die Musik von Schönberg und Webern. Er begann schon in sehr jungen Jahren selbst zu komponieren, doch erst 1915, im Alter von 20 Jahren, erhielt er seinen ersten großen Preis von der Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung für sein erstes Streichquartett. Zwischen den beiden Weltkriegen verkörperte er die deutsche musikalische Avantgarde.
Paul Hindemith entkommt dem nationalsozialistischen Deutschland.
1938 verließ Paul Hindemith aufgrund seiner schlechten Beziehungen zum Regime und obwohl er vom Dirigenten Wilhelm Furtwängler stark unterstützt wurde, das nationalsozialistische Deutschland mit seiner Frau. Zuerst ließen sie sich in der Schweiz nieder und flogen dann in die USA, wo Hindemith 1946 die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt. Dort lehrte er an der Yale School of Music.
1953 kehrte er zurück, um in der Schweiz zu leben, obwohl er häufig nach Deutschland zurückkehrte. Er starb 1963 im Alter von 68 Jahren in Frankfurt.
Während seines Lebens reiste er viel: in der UdSSR mit dem Amar-Quartett, in der Schweiz und den USA, um den Nazis zu entkommen, sowie in Japan, Südamerika und Europa, um Konzerte zu dirigieren.
Hindemiths bekannteste Werke.
Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Opern Mathis der Maler (auch eine Sinfonie) und Cardillac, das Klavierkonzert Klaviermusik mit Orchester (gewidmet dem Pianisten Paul Wittgenstein, der im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verloren hatte) sowie viele Kammermusik- und Sinfoniekompositionen.