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Komponist

Alban Berg

9. Februar 1885 - Wien (Österreich) — 24. Dezember 1935 - Wien (Österreich)

Über

Alban Berg, ein Komponist der Moderne mit Sehnsucht nach dem 19. Jahrhundert

Alban Berg war zusammen mit Webern der prominenteste Vertreter der Zweiten Wiener Schule. Zunächst Autodidakt, komponierte er zahlreiche Werke im Stil der Romantik. Seine Begegnung mit Arnold Schoenberg im Jahr 1904 sollte für seine musikalische Entwicklung entscheidend sein. Der Komponist lernte die Zwölfton-Technik kennen und assimilierte sie, um sie in seinen Werken anzuwenden, ohne jedoch auf Lyrik, Poesie und romantischen Ausdruck zu verzichten.

Alban Bergs unvergleichliches Werk

Von ruhigem und introvertiertem Wesen verbrachte Alban Berg fast sein ganzes Leben in Wien. Seine Opern vermittelten seine expressionistische Angst ebenso wie seine Zweifel an der musikalischen Sprache. In Wozzeck (1922) setzte er musikalisch seine Vision vom Tod um, während Lulu ein Testament des Unbewussten, der Begierde und der Gewalt ist. Geschwächt durch die Skandale, die seine Werke auslösten, fiel es Berg schwer, seinen Platz angesichts von Moderne und Avantgarde zu finden. Seine Persönlichkeit blieb zutiefst zurückhaltend.

Obwohl sein Werk die Techniken der Wiener Schule mit unvergleichlicher künstlerischer Sensibilität nutzte, bleiben seine Nostalgie, Freiheit und undefinierbare Reinheit außergewöhnlich. Er verwendete die serielle Technik für seine Lyric Suite, doch die Musik ist herzzerreißend und ruft seine leidenschaftliche Liebe zu Hanna Fuchs-Robertin, der Schwägerin von Alma Mahler, hervor. An schlechter Gesundheit leidend, starb Alban Berg 1935 im Alter von 50 Jahren an einer Blutvergiftung und hinterließ den letzten Akt seiner Oper Lulu unvollendet.

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