
Béla Bartók
25. März 1881 - Nagyszentmiklós (Ungarn) — 26. September 1945 - New York (USA)
Über
Béla Bartók, der große Meister der Moderne des 20. Jahrhunderts
Der große Meister der Moderne des 20. Jahrhunderts, Béla Bartók, begann mit seiner Mutter im Alter von sechs Jahren Musik zu machen. Als Wunderkind machte er sich erstmals als Pianist bekannt, als er 1901 Franz Liszts Sonate in h-Moll spielte. Stark beeinflusst von Richard Strauss und Richard Wagner, wurden seine ersten von Hans Richter dirigierten Kompositionen symphonische Dichtungen, in denen die Spätromantik dem nationalen Folklore gegenüberstand.
Bartók zwischen klassischer Musik und Volksmusik
Béla Bartók schrieb, als er den Komponisten Zoltán Kodály traf: „Jede unserer Volksmelodien ist ein wahres Modell künstlerischer Vollkommenheit.“ Beide waren sehr begeistert von der Musik Claude Debussys und bereisten das ungarische Land, um mehr als 10.000 ungarische, rumänische, ukrainische, bulgarische und türkische Melodien auf Grammophon aufzunehmen. 1918 war die Uraufführung seiner Oper Das Schloss des blauen Vogels der erste Meilenstein auf dem Weg zur Anerkennung einer persönlicheren Musik mit üppigen Farben und symbolistischer Anrufung.
Während er einfachen Folkloreklischees auswich, integrierte Béla Bartóks Vorstellungskraft nationale Melodien mit Strenge und Präzision. Er komponierte Meisterwerke wie das gewaltige Der wunderbare Mandarin (1919) oder Musik für Streicher, Schlagzeug und Celesta (1936), ein Werk seltener formaler Vollkommenheit.
Bartók, ein komplexes Werk
Der dritte Fürst der Moderne neben Igor Strawinsky und Arnold Schönberg, gab Béla Bartók in seiner Musik niemals den Lyrismus, die dramatische Kraft oder die wilden Rhythmen auf. 1940, auf der Flucht vor dem Naziregime, ließ er sich in den Vereinigten Staaten nieder und lebte prekär, indem er Vorträge hielt und Konzerte für zwei Klaviere mit seiner Frau gab. Da er den erhofften Erfolg nicht erreichte, müde und verarmt, wurde er von Yehudi Menuhin und Sergei Koussewitzky unterstützt, die das Konzert für Orchester in Auftrag gaben. Erschöpft starb er im Alter von 64 Jahren. Bis zum Ende kristallklar, bleibt seine Musik außergewöhnlich und komplex. Sie wird für kommende Generationen ein Objekt der Faszination sein.