
Arnold Schönberg
13. September 1874 - Wien (Österreich) — 13. Juli 1951 - Los Angeles (USA)
Über
Arnold Schoenberg ist der Meister der Moderne im 20. Jahrhundert
Als Autodidakt und Bewunderer Zemlinskys, dessen Schwester er heiratete, wurde Arnold Schoenberg zunächst von den letzten Meistern der Romantik beeinflusst: Johannes Brahms, Wagner und Mahler. Seine Werke am Ende des 19. Jahrhunderts, wie Verklärte Nacht, drücken bereits den Wunsch aus, über die Spätromantik hinaus neue Horizonte zu erschließen. Indem er über die vielfältigen Möglichkeiten nachdachte, die musikalische Sprache radikal zu verändern, wurde Schoenberg einer der größten Lehrer zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Alban Berg und Webern waren seine ersten Schüler und begleiteten die musikalische Revolution ihres Meisters.
Arnold Schoenberg: die Erfindung der Zwölftonmusik
Dem Skandal gewohnt, verwendete er 1908 mit seinen Klavierstücken Op.11 die atonale Schreibweise, erfand dann 1922 mit dem Opus 23 die Zwölftonmusik (dodekaphonische Komposition) und wurde einige Jahre später mit der seriellen Schreibweise seiner Variationen Op.31 noch radikaler im Ausdruck. 1933 verließ er, um dem Nationalsozialismus zu entkommen, die Vereinigten Staaten, wo er den Rest seines Lebens verbrachte.
Als Expressionist zunächst mit seinem Pierrot Lunaire (1912) und seinen Gemälden, die der vom Kandinsky gegründeten Blauen Reiter-Bewegung zuzuordnen sind, verfolgte Arnold Schoenberg zeitlebens neue Ausdrucksformen, ambitionierte Ästhetik und Moderne. Er konnte vom dichtesten Lyrismus zur kältesten Abstraktion wechseln. Schoenberg schlug das Kapitel des romantischen Jahrhunderts zu und reduzierte die Unermesslichkeit Wagners auf eine einzigartige und einfache Minute Musik. Thomas Mann, Pierre Boulez und Luigi Nono entlehnten ausdrücklich die Kunst dieses modernen Meisters, um ihre Werke zu strukturieren.