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Dirigent
Komponist

Igor Strawinsky

17. Juni 1882 - Oranienbaum (Russland) — 6. April 1971 - New York (USA)

Über

Igor Strawinsky: der russische Einfluss

Igor Strawinsky, ein nicht einzuordnender Komponist, war von klein auf mit Musik vertraut, insbesondere dank seines Vaters, der ein berühmter Bass an der Oper von St. Petersburg war. Von Nikolai Rimsky-Korsakow, einem seiner Lehrer, übernahm er die orchestrale Üppigkeit, und seine ersten Werke waren von den schimmernden Farben der russischen Folklore durchdrungen. Seine Begegnung mit Diaghilew, der das Feuervogel-Ballett (1910) in Auftrag gab, bestimmte die Zukunft des jungen Komponisten. Strawinsky begann zu reisen, und seine freche und verstörende Kunst machte ihn über die russischen Grenzen hinaus bekannt.

Igor Strawinskys Werk: eine ewige Referenz für Modernität

Igor Strawinskys Ballette sorgten in Paris für Aufsehen. Obwohl Debussy, Ravel und Schmitt von dem Komponisten begeistert waren, löste die Uraufführung von Das Frühlingsopfer 1913 im neuen Théâtre des Champs-Élysées einen der größten Skandale in der Kunstgeschichte aus. Ohne je seine musikalische Sprache einzuschränken, verbrachte Strawinsky die Jahre des Ersten Weltkriegs in der Schweiz, integrierte Jazz in sein Universum und komponierte neue Partituren von reiner Schlichtheit.

Igor Strawinskys Musik lässt sich nicht klassifizieren, war aber stets eine Referenz für Modernität, Originalität und Erfindungsreichtum. Ob es die musikalischen Pastiche von Pulcinella, die religiöse Inbrunst seiner Messe (1951) oder die seriellen und modernen Techniken in Canticum Sacrum sind – Strawinsky ist undefinierbar. Mit seinem scharfen Humor oder gewalttätigen Rhythmen war Strawinskys Musik für zukünftige Generationen unverzichtbar. Ab 1939 im kalifornischen Exil, starb Strawinsky 1971 im Alter von neunundachtzig Jahren. Er wurde in Venedig beigesetzt, der Stadt, die er am meisten liebte.

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