Foto von Yehudi Menuhin
Dirigent
Violine

Yehudi Menuhin

22. April 1916 — 12. März 1999

© EMI Classics

Über

Bekannt dafür, eine sanfte Seele zu sein, besaß Yehudi Menuhin auch eine tiefgreifende innere Stärke, die ihm half, ein hektisches Leben im Rampenlicht zu meistern. Als Kind schien er ein glückliches Leben zu führen. Als Erwachsener schien er aufzuwachen und festzustellen, dass er eigentlich nicht wirklich wusste, wie man Violine spielt. Kritiker verglichen ihn ständig mit seinem jüngeren Ich, obwohl der reife Menuhin ein fünffach besserer Musiker war. Wenn er in Bestform war, schien die Musik aus ihm herauszufließen und alle um ihn herum zu verführen. Er übte einen Zauber auf alle aus, die ihn trafen.

  • 1921: Erste Violinstunden bei Sigmund Anker.
  • 1924: Offizielles Debüt in San Francisco mit Lalos Symphonie espagnole; wird Schüler von Louis Persinger.
  • 1927: Trifft George Enescu in Paris und wird sein Schüler; erste Konzerte in Paris und New York.
  • 1929–30: Legendäres Konzert unter Bruno Walter in Berlin (Konzerte von Bach, Beethoven und Brahms), das seinen Ruf als Wunderkind bestätigt; Studium bei Adolf Busch in Basel.
  • 1931–35: Erste Welttournee mit 110 Konzerten, die Menuhin an die Grenzen seiner Belastbarkeit brachte.
  • 1935: Künstlerische Krise und vorübergehender Rückzug aus der Musikwelt.
  • 1938–45: Setzt seine Karriere fort und gibt während des Zweiten Weltkriegs etwa 500 Konzerte für die alliierten Truppen.
  • 1952: Erster Besuch in Indien; trifft Ravi Shankar, mit dem er anschließend viele Konzerte gibt und zahlreiche Aufnahmen macht.
  • 1957: Erstes Menuhin-Festival in Gstaad, Schweiz.
  • 1959: Wird Künstlerischer Leiter des Bach-Festivals; beginnt zu dirigieren.
  • 1963: Gründet die Yehudi Menuhin School in England, wo junge Musiker ihre schulische und musikalische Ausbildung unter einem Dach erhalten können.
  • 1969: Wird zum Präsidenten des Internationalen Musikrats der UNESCO gewählt.
  • 1976: Veröffentlicht seine Autobiografie, Unfinished Journey.
  • 1977: Gründet die Internationale Menuhin-Musikakademie für junge Absolventen der Streichinstrumente in Gstaad.
  • 1992: Wird zum UNESCO-Friedensbotschafter ernannt.
  • 1993: Königin Elisabeth II. verleiht Menuhin den lebenslangen Adelstitel (als Baron Menuhin von Stoke d’Abernon); er war bereits 1966 zum Ritter geschlagen worden und erhielt 1987 den Order of Merit.
  • 1997: Eröffnet die Versammlung der Kulturen Europas unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments.

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