Das Europakonzert 2003 der Berliner Philharmoniker in Lissabon
Mit Pierre Boulez und Maria João Pires
Besetzung
Programmhinweise
Maria João Pires, Pierre Boulez, das Berliner Philharmonische Orchester: Ein siegreiches Trio.
Seit 1991 ist es Tradition für das Berliner Philharmonische Orchester, den Geburtstag ihres Orchesters, der auf den 1. Mai 1882 zurückgeht, mit einem Konzert in einem jeweils anderen europäischen Land zu feiern. Die größten Dirigenten haben sich abgewechselt, um diese prestigeträchtige Formation zu leiten: Claudio Abbado, Bernard Haitink, Zubin Mehta, Mariss Janssons, Daniel Barenboim und Simon Rattle (in Athen und Moskau).
Im Jahr 2003 war Pierre Boulez an der Reihe, das berühmte Konzert in Lissabon im unglaublichen Jeronimos-Kloster zu dirigieren, das 1496 am Ufer des Flusses Tejo auf Initiative von König Manuel I. erbaut wurde. Nach einem glänzenden Le Tombeau de Couperin von Ravel, das die Qualitäten des Solisten und der Orchestermitglieder offenbarte, gab die Pianistin Maria João Pires, eine Einheimische, eine bewegende Interpretation des Klavierkonzerts Nr. 20, KV466 von Mozart: Die Pianistin scheint von diesem Stück, das so einfach und doch so komplex ist, besessen zu sein und spielt es mit einer angeborenen und verwirrenden Natürlichkeit.
Pierre Boulez fährt fort mit dem Konzert für Orchester von Béla Bartók, dem letzten Werk des ungarischen Komponisten, das 1944 vom Orchesterdirigenten Serge Koussevitzky, der es in Auftrag gegeben hatte, uraufgeführt wurde. Der unbestrittene Meister dieses Repertoires, Boulez, verleiht diesem Stück seine gesamte motorische Kraft.
Als Zugabe folgt das üppige „Fêtes“ (aus den Trois Nocturnes) von Debussy. Was könnte passender für einen Jahrestag sein?



