
Johann Strauss II
25. Oktober 1825 - Wien, Österreich — 3. Juni 1899 - Wien, Österreich
Über
Johann Strauss, der König des Walzers
Johann Strauss begann als Bankangestellter, um seinem Vater zu gefallen, obwohl er auch eine solide musikalische Ausbildung erhielt. Um seinen Vater nicht zu überschattet, studierte der junge Johann heimlich und komponierte im Alter von sechs Jahren seinen ersten Walzer. Mit neunzehn gründete er sein erstes Musikensemble, um seine Kompositionen aufzuführen.
Sein sofortiger Erfolg brachte ihm schnelle Anerkennung. Im Jahr 1863 wurde er zum Direktor der Hofbälle ernannt. In den Vereinigten Staaten versammelte er 1872 10.000 Musiker und einen Chor von 20.000 Personen, um seine Walzer anlässlich des französisch-deutschen Jubiläums zu feiern. Als Freund von Johannes Brahms war Johann Strauss auch maßgeblich daran beteiligt, die Musik von Richard Wagner an der Wiener Oper zu etablieren. Bewundert von Franz Liszt, Gustav Mahler, Arnold Schönberg und Alban Berg brachte Strauss den Wiener Walzer auf sein höchstes Niveau.
Der Erfolg von Johann Strauss' Donauwalzer
Musik von unveränderlicher und bezaubernder Raffinesse, der Komponist hinterließ rund 170 Walzer und 140 Polkas. Der Donauwalzer oder eine Seite aus dem Kaiserwalzer zeigt, wie der Komponist die Musik seiner Zeit und seines Ortes erfasst hatte. Er etablierte symphonische Dimensionen in der Musik, die bisher nur in Salons gespielt wurde. Bewundert von so unterschiedlichen Musikern wie Maurice Ravel und Franz Lehár, starb Johann Strauss in Wien, einer Stadt, die er wie kein anderer geprägt hatte.