Sol Gabetta spielt Franck und Debussy.
Sol Gabetta beim Solsberg Festival (I/III)
Besetzung
Baiba Skride — Violine
Vilde Frang — Violine
Ula Ulijona — Viola
Sol Gabetta — Cello
Bertrand Chamayou — Klavier
Frank Braley — Klavier
Programmhinweise
Beim Solsberg Festival 2012 wird die Cellistin Sol Gabetta von Baïba Skride, Vilde Frang, Ula Uljiona, Bertrand Chamayou und Frank Braley begleitet, um Werke von Franck und Debussy aufzuführen.
Das Solsberg Festival wurde 2006 von der argentinischen Cellistin Sol Gabetta gegründet, die heute dessen Künstlerische Leiterin ist. An einem außergewöhnlichen Ort – der Barockkirche St. Martin in Rheinfelden und dem Kloster von Olsberg – versammelt das Festival einmal im Jahr einige der besten zeitgenössischen Talente der Welt in einer freundlichen Atmosphäre mit außergewöhnlichen Konzerten.
Im Jahr 2012 begrüßt die 7.te Ausgabe des Festivals ausgewählte Musiker neben Sol Gabetta: die Geigerinnen Baïba Skride (1. Preis beim Queen Elisabeth Wettbewerb 2001) und Vilde Frang (die ihr Debüt beim Lucerne Festival unter der Leitung von Bernard Haitink gab), die Bratschistin Ula Ulijona (1. Preis beim Primrose International Viola Competition und Solistin des Kremerata Baltica Kammerorchesters der baltischen Länder). Sie werden begleitet von den Pianisten Bertrand Chamayou (der 2012 mit einer Victoire de la Musique classique in der Kategorie Instrumentalsolist des Jahres ausgezeichnet wurde) und Frank Braley (Premier Grand Prix und Publikumspreis beim Queen Elisabeth Wettbewerb 1991 im Alter von nur 22 Jahren).
Das Konzert beginnt mit einem bedeutenden Werk der nationalen Kammermusik, dem Klavierquintett in f-Moll von César Franck, komponiert 1879 und Camille Saint-Saëns gewidmet. Mit diesem Quintett führte César Franck den Stil zu seiner Höhe, der anschließend brillant von großen Komponisten wie Ernest Chausson, Gabriel Fauré und Gabriel Pierné weitergeführt wurde.
Der zweite Teil dieses Konzerts ist den Épigraphes antiques gewidmet, einem Zyklus von sechs Klavierstücken für vier Hände, komponiert 1914 von Claude Debussy. Tatsächlich griff Debussy einige Elemente einer einzigartigen Partitur auf, die er 1901 zur Begleitung seines Freundes Pierre Louÿs, den Liedern der Bilitis, komponiert hatte. Diese „musikalischen Miniaturen“ spiegeln Einflüsse der Antike wider, nicht nur in Bezug auf die Themen und Klänge, sondern auch in ihrer Form, die an symmetrische Strukturen erinnert, die Kunstwerke im antiken Griechenland charakterisierten.

