Régine Crespin singt Lieder und französische Melodien.

Philharmonisches Orchester der ORTF - Janine Reiss (Klavier) - Christian Ivaldi (Klavier)

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Besetzung

Régine Crespin  — Mezzosopran

Janine Reiss  — Klavier

Christian Ivaldi  — Klavier

Programmhinweise

In einem Berlioz-, Schubert- oder Poulenc-Recital lebt die französische Löwin.

Geboren 1927 in Marseille, erlag Régine Crespin schließlich am 5. Juli 2007 ihrer Krankheit. Die Frau, die die Amerikaner die „französische Löwin“ nannten, hatte zwei Krebserkrankungen bekämpft, wie sie in ihren wunderbaren Memoiren (À la ville, à la scène, veröffentlicht bei Actes Sud) erzählt. Zum Glück haben wir noch diese Archivbilder von ihr, die zu verschiedenen Zeitpunkten ihrer Karriere aufgenommen wurden.

Obwohl ihre Eltern sie als Apothekerin vorgesehen hatten, etablierte sich Crespin an der Pariser Oper. Sie begeisterte Wieland Wagner, der sie an das Bayreuther Festspielhaus engagierte, und Karajan, der sie nach Salzburg mitnahm. Sie war eine hervorragende Marschallin in Richard Strauss’ Der Rosenkavalier und eine Carmen von höchster Klasse, während sie Berlioz’ Farben weltweit verteidigte: Besonders ihre Nuits d'été sind eine absolute Referenz.

Wir treffen sie erstmals 1965 bei einem Recital in Paris, wo sie eine musikalische Begegnung mit Berlioz hat: in Marguerite aus La Damnation de Faust, Le spectre de la rose aus Les Nuits d'été und Didon aus Les Troyens überzeugt sie uns mühelos davon, dass es nicht ohne Grund ihr Lieblingskomponist ist.

Ihr Geschmack für große Rollen führte nicht dazu, dass sie das Lied- und Melodierepertoire vernachlässigte, dem sie nach ihrer Ernennung zur Professorin am Pariser Konservatorium 1976 viel Zeit widmete. Doch zuvor hatte sie bereits die Wärme ihres Timbres und ihre wunderbare Diktion Ravels Paon geliehen, das sie 1972 mit Janine Reiss am Klavier sang, dann Liedern von Schumann und Schubert, diesmal mit Christian Ivaldi. 1964 kehrte sie zu französischen Melodien zurück mit Fauré (Soir) und Duparc (La vie antérieure), abschließend mit Les gars qui vont à la fête ihres Freundes und Weggefährten Francis Poulenc.

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