Foto von Régine Crespin
Mezzosopran

Régine Crespin

23. Februar 1927 - Marseille (Frankreich) — 5. Juli 2007 - Paris (Frankreich)

Über den Künstler

Inhaberin einer der opulentesten Sopranstimmen ihrer Generation, brachte Régine Crespin eine neue Sinnlichkeit in die deutschen Rollen, für die sie berühmt war, von Strauss’ Marschallin bis zu Wagners Kundry. Sie glänzte auch in ihrem französischen Heimatrepertoire, indem sie ihren charakteristischen luxuriösen Ton und ihre emotionale Hingabe in die Musik von Fauré, Massenet und Berlioz einbrachte – sie sang sowohl Cassandra als auch Dido in Les Troyens – und trat in der französischen Uraufführung von Poulencs Dialogues des Carmélites auf. Nach einer Phase der vokalen Krise übernahm sie Mezzosopranrollen und verkörperte eine verführerische Carmen auf Schallplatte und auf der Bühne der Metropolitan Opera.

  • 1950: Nach dem Studium am Pariser Konservatorium debütiert sie in Mulhouse als Elsa (Lohengrin); später in diesem Jahr singt sie die Rolle auch an der Pariser Oper.
  • 1956: Rezia (Oberon) an der Pariser Oper.
  • 1958–61: Auftritte in Bayreuth: als Kundry in Wieland Wagners Inszenierung von Parsifal und als Sieglinde (Die Walküre).
  • 1959–60: Sie singt eine hochgelobte Marschallin (Der Rosenkavalier) in Glyndebourne und am Covent Garden in London.
  • 1962: Debüt an der Metropolitan Opera in New York.
  • 1963: Aufnahme von Berlioz’ Les Nuits d’été, die zu einem Klassiker werden sollte.
  • 1967: Singt Brünnhilde (Die Walküre) beim ersten Salzburger Osterfestival. Dezember 1967: Singt Sieglinde (mit Birgit Nilsson als Brünnhilde) an der Met, in einer Inszenierung unter der Leitung von Herbert von Karajan.
  • 1982: Veröffentlichung ihrer Memoiren La vie et l’amour d’une femme, 1997 überarbeitet und ins Englische übersetzt als On Stage, Off Stage.
  • 1976–92: Lehrt am Conservatoire National Supérieur de Musique (CNSM) in Paris.
  • 1995: Gibt Meisterklassen am Mannes College of Music in New York.
  • 1989: Gibt ihre letzten Auftritte als Sängerin.

Videos zum (Wieder)entdecken

Loading...