Handels Rodelinda
Claus Guth (Regisseur), Ivor Bolton (Musikalischer Leiter) – Mit Lucy Crowe (Rodelinda), Bejun Mehta (Bertarido), Jeremy Ovenden (Grimoaldo), Sonia Prina (Eduige)...
Besetzung
Claus Guth — Bühnenregisseur
Christian Schmidt — Szenenbild und Kostümdesign
Joachim Klein — Beleuchtungsdesigner
Andi A. Müller — Video
Programmhinweise
Claus Guths aufregende Inszenierung von Händels Rodelinda im Jahr 2017 im Teatro Real in Madrid, mit Lucy Crowe und Bejun Mehta als Rodelinda und Bertarido, unter der Leitung von Dirigent Ivor Bolton.
Nach den Erfolgen von Giulio Cesare im Jahr 1723 und Tamerlano im Jahr 1724 vervollständigt Rodelinda die Trilogie von Händels großen opera seria-Meisterwerken. Das Werk wurde 1725 komponiert, basierend auf dem Libretto von Nicola Francesco Haym, das wiederum von Antonio Salvis früherem Libretto inspiriert wurde, welches seinerseits aus Pierre Corneilles Tragödie Pertharite, roi des Lombards adaptiert war. Rodelinda markierte somit das Ende einer der glanzvollsten Schaffensperioden in Händels Karriere, etwa ein Jahrzehnt nach seiner Ankunft in der britischen Hauptstadt. Händel verband romantisches Erzählen mit politischer Intrige und schuf eine seiner schönsten Partituren, ein wahres opernhaftes Meisterwerk.
Handlung:
Lombardei, 7. Jahrhundert. Bertarido, der König, ist gefallen. Sein Eroberer Grimoaldo beansprucht die Hand von Bertaridos Geliebter Rodelinda. Doch Rodelinda weist den Usurpator verächtlich zurück, besonders da er bereits mit der Schwester des verstorbenen Königs, Eduige, verlobt ist. Wütend über Grimoaldos Untreue verbündet sich Eduige mit Garibaldo, dem sie ihre Hand und den Thron verspricht. Während Eduige ihre Rache gegen ihren ehemaligen Verlobten vorbereitet, flieht Rodelinda mit ihrem Sohn in den Wald, um um ihren toten Ehemann zu trauern. Garibaldo unterbricht sie, um ihr mitzuteilen, dass Grimoaldo plant, ihren Sohn hinrichten zu lassen, falls sie sich weigert, ihn zu heiraten. Verzweifelt gibt Rodelinda nach und verspricht, den Boten zu töten. Doch Bertarido ist nicht tot und beobachtet heimlich die ganze Szene…
Foto: © Monika Rittershaus
