
Georg Friedrich Händel
5. März 1685 - Halle (Deutschland) — 14. April 1759 - London (Vereinigtes Königreich)
Über
Handel, der König der Oper.
Der König der Oper, Handels außergewöhnliche musikalische Veranlagung zeigte sich schon in sehr jungen Jahren. Ein Barbier-Chirurg und Kammerherr des Herzogs von Sachsen, war Handels Vater gegen den soliden Musikunterricht, den der junge Musiker in Halle von Friedrich Wilhelm Zachow (1663-1712) erhielt. Handel festigte seinen Ruf von Stadt zu Stadt, vom Cembalo zur Orgel und durch seine Begegnungen mit Telemann und Buxtehude, bevor er sich in Hamburg niederließ.
Handel, der große Reisende.
Nachdem er zwei Opern komponiert hatte, beschloss der junge Komponist, nach Italien zu reisen, um seinen Stil zu perfektionieren und Domenico Scarlatti, Corelli und Pasquini zu treffen. Der Komponist ließ seine Opern in Florenz, Rom und Venedig aufführen. Als großer Reisender ging Handel nach Hannover und London, wo seine Oper Rinaldo ein Triumph war. Er nahm 1726 die englische Staatsbürgerschaft an und komponierte für die Briten zahlreiche italienische Opern, die sehr in Mode waren. Als Opfer von Intrigen und Verschwörungen gelang es Handel geschickt, beim britischen Publikum verehrt zu bleiben, das ihn reich und berühmt machte. Berlioz bemerkte: „Der schwerperückte Kopf dieses Schweine- und Bärenfasses namens Handel“.
Die Erneuerung der Vokalmusik.
Obwohl Handel über vierzig Opern komponierte, die manchmal konventionell mit mittelmäßigen Libretti waren, zeigte sich sein Genie besonders in seinen Oratorien und Tastenwerken. Sein Sinn für die melodische Linie war unvergleichlich, und dank der Gesellschaft der großen Sänger und Kastraten seiner Zeit schrieb Handel ausgesprochen vokale Musik mit natürlichen Schwüngen und feiner, eleganter Eloquenz. Seine Werke für Tasteninstrumente zeigten dieselbe Kunst mit einem scharfen Sinn für Kontrapunkt. Ein kluger Mann, zog Handel geschickt aus deutschen, italienischen und englischen Stilen. Er ist zweifellos der erste große europäische Komponist.