Beethovens Fidelio
Jürgen Flimm (Regisseur), Nikolaus Harnoncourt (Dirigent) — Mit Jonas Kaufmann (Florestan), Camilla Nylund (Leonore), Günther Groissböck (Don Fernando), Alfred Muff (Don Pizarro) ...
Besetzung
Jürgen Flimm — Bühnenregisseur
Rolf Glittenberg — Bühnenbildner
Marianne Glittenberg — Kostümbildner
Jakob Schlossstein — Beleuchtung
Programmhinweise
Diese herausragende Inszenierung von Beethovens Fidelio — der einzigen Oper des weltweit geliebten Komponisten, der vor 250 Jahren geboren wurde — sticht aus der Masse hervor. Zunächst einmal zeigt sie einen jungen Jonas Kaufmann im Jahr 2004, nahe dem Beginn seines kometenhaften Aufstiegs zum Superstar, dank der Qualitäten, die hier bereits voll zur Geltung kommen: eine dunkle und stentorianische Tenorstimme, bemerkenswerte schauspielerische Fähigkeiten und eine scheinbar mühelose Ausdruckskraft, die ihn zur perfekten Besetzung für die ikonischen Rollen machen, die er später verkörpern sollte, nicht zuletzt Florestan.
Aber selbst der größte Solist kann eine Oper nicht allein zum Funktionieren bringen — und die einzigartige Alchemie hier zwischen Jürgen Flimms minimalistischer Inszenierung und Nikolaus Harnoncourts fachkundigem musikalischem Ansatz konzentriert die Kraft des Dramas auf die unaussprechliche Macht der Liebe, statt nur auf Philosophie oder Politik. Fidelio erzählt die Geschichte von Leonora (Sopranistin Camilla Nylund, in einer der Rollen, die sie wie Kaufmann zum internationalen Erfolg führten), die sich als Mann verkleidet (Fidelio, „der Treue“), um ihren Ehemann (Florestan) zu retten, der zu Unrecht von seinem Feind Pizarro (hier ein kraftvoller Alfred Muff) eingesperrt und vom Aufseher Rocco (ein würdiger László Pólgár) bewacht wird. Passenderweise lautete der ursprüngliche Titel der Oper Leonore, oder Der Triumph der ehelichen Liebe...
