Sergiu Celibidache dirigiert Bruckners Symphonie Nr. 7.
Ein triumphales Wiedersehen mit den Berliner Philharmonikern, 38 Jahre in der Entstehung.
Besetzung
Sergiu Celibidache — Dirigent
Programmhinweise
Als Sergiu Celibidache im März 1992 zur Leitung der Berliner Philharmoniker zurückkehrte, war es sein erster Auftritt mit dem Orchester seit fast vier Jahrzehnten. Er hatte 1945, kurz nach Kriegsende, bei ihnen angefangen – doch obwohl er brillant war, war er unkonventionell und kompromisslos und geriet oft mit Musikern und Kollegen aneinander. 1954 wählte das Orchester Herbert von Karajan, um die Dirigentenpflichten zu übernehmen, und Celibidache fühlte sich zurückgewiesen und schwor, das Ensemble nie wieder zu dirigieren. Nur eine persönliche Einladung von Richard von Weizsäcker, dem Bundespräsidenten Deutschlands, überzeugte ihn zur Rückkehr.
Celibidache, der 1996 starb, hinterließ ein unbestreitbares Vermächtnis als einer der größten Dirigenten des zwanzigsten Jahrhunderts und als wohl größter Bruckner-Interpret aller Zeiten. Es ist daher passend, dass er für dieses triumphale Wiedersehen mit den Berliner Philharmonikern die monumentale Siebte Symphonie von Bruckner dirigierte – ein Werk, das dem exzentrischen Bruckner zu Lebzeiten die weitreichende Anerkennung verschaffte, nach der er immer verlangt hatte. Das Ergebnis war eine erstaunliche, sofort zum Klassiker gewordene Aufführung voller Geschichte (detaillierter dokumentiert in dieser Dokumentation hinter den Kulissen sowie in dieser Folge von Magic Moments of Music), die ein deutscher Rezensent als „einen der wirklich großen Momente der Musik“ bezeichnete.
