
Sergiu Celibidache
28. Juni 1912 - Rumänisch (Rumänien) — 14. August 1996 - Nemours (Frankreich)
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Über
Visionär, Perfektionist, engagierter Lehrer und legendärer Dirigent von Orchestern, war Celibidache ein Dirigent, der von seinem Publikum Hingabe und von seinen Musikern Loyalität inspirierte, die er unermüdlich probte, um die Ergebnisse zu erzielen, die ihm den Ruf einbrachten, einer der großen Genies der Musikwelt zu sein. Er weigerte sich, Aufnahmen zu akzeptieren, und baute seine Karriere fast ausschließlich in Deutschland auf. Er erlangte einen Kultstatus für die Tiefe seines musikalischen Ansatzes, nicht zuletzt in den Sinfonien von Bruckner, denen er charakteristisch gemessene Tempi und eine unfehlbare Ausdrucksintensität verlieh. Nach seinem Tod wurden mehrere Aufnahmen seiner Konzerte schließlich offiziell veröffentlicht.
- 1936–45: Nach dem Studium der Musik, Philosophie und Mathematik in Bukarest und Paris besucht er die Hochschule für Musik in Berlin.
- 29. August 1945: Erstes Konzert mit den Berliner Philharmonikern, während Furtwängler vom Dirigieren ausgeschlossen ist.
- 1946–54: Chefdirigent der Berliner Philharmoniker (von 1947–52 wird die Position mit Furtwängler geteilt).
- 21. Dezember 1946: Erste deutsche Aufführung von Schostakowitschs 7. Sinfonie; Celibidache ist mit der Aufnahme dieses Konzerts unzufrieden und weigert sich von da an, seine Konzerte aufnehmen zu lassen.
- 1960–63: Intensive Zusammenarbeit mit der Königlichen Kapelle in Kopenhagen.
- 1963–71: Intensive Zusammenarbeit mit dem Schwedischen Radio-Sinfonieorchester.
- 1970: Wird zum Ritter des Wasa-Ordens in Schweden ernannt.
- 1971–77: Musikalischer Leiter des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart.
- 1972: Gibt Meisterklassen in Siena und Bologna.
- 1973–75: Musikalischer Leiter des Orchestre National de France.
- 1978–92: Verbringt jedes Jahr mehrere Wochen mit der Lehre der musikalischen Phänomenologie an der Universität Mainz.
- 1979–96: Generalmusikdirektor der Stadt München und Musikalischer Leiter der Münchner Philharmoniker.
- 1991: Celibidache wird zum Professor „honoris causa“ der Stadt Berlin und der Musikhochschule in München ernannt.
- 1992: Auf Wunsch des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Richard von Weizsäcker, kehrt Celibidache nach 37 Jahren ans Podium zurück, um die Berliner Philharmoniker zu dirigieren.