Don Carlo: Dokumentarfilm
Untersuchungen rund um Willy Deckers Inszenierung. Mit Riccardo Chailly, Rolando Villazón und Violeta Urmana.
Besetzung
Mit exklusiven Interviews von:
Willy Decker — Bühnenregisseur
Riccardo Chailly — Dirigent
Rolando Villazón — Don Carlo
Amanda Roocroft — Elisabetta di Valois
Violeta Urmana — Die Prinzessin von Eboli
Robert Lloyd — Filippo II
Programmhinweise
Verdis tragische Oper verkörpert menschliche Leidenschaften; laut Maestro Riccardo Chailly ist sie „das dunkelste Stück, das je geschrieben wurde“.
Um Frieden zwischen Frankreich und dem Spanischen Reich zu etablieren, ist eine königliche Hochzeit zwischen Don Carlo, Infant von Spanien, und Elisabetta di Valois, Tochter von Heinrich II., geplant. Sie verlieben sich bei ihrem ersten Treffen im Wald von Fontainebleau. Aus politischen Gründen ist es jedoch tatsächlich Carlos Vater, Philipp II., Sohn des Kaisers Karl V. und König von Spanien, der die französische Prinzessin heiraten wird.
Während sich eine Geschichte sentimentaler Verzweiflung entfaltet, wirken auch politische Spannungen im flämischen Teil des Reiches. Inquisition und Tyrannei wüten, und Don Carlo stellt sich auf die Seite der Unabhängigkeit der unterdrückten Region. Der tragische Konflikt erreicht seinen Höhepunkt, als Don Carlo seinem Vater mit dem Schwert droht.
Rolando Villazón verkörpert den jungen Prinzen, der sich gegen die familiäre und politische Autorität seines Vaters auflehnt. Die Bühnenregie zeigt eine starke christliche Ikonographie, die die Oper in ihren religiösen Kontext des katholischen Spaniens im 16. Jahrhundert zurücksetzt. Das Kreuz symbolisiert auch die „Macht des Vaters über den Sohn“, welches laut Willy Decker das Hauptthema dieser Oper ist.
