
Riccardo Chailly
20. Februar 1953 - Mailand (Italien)
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Über
Abenteuerlustig, risikofreudig und stets anregend hat Riccardo Chailly seine modernistischen Referenzen und seine solide italienische musikalische Grundlage ins Herz der Symphonieorchestertradition getragen, insbesondere im ehrwürdigen Concertgebouw und im Leipziger Gewandhaus. Als begeisterter Verfechter der Musik des 20. Jahrhunderts von Zemlinsky bis Berio zögerte er nicht, zeitgenössische italienische Musik für sein Debüt im Concertgebouw zu programmieren, und hat die Gesamtwerke des Pioniers Varèse aufgenommen. Er brachte auch eine frische Denkweise in die Sinfonien von Mahler und Bruckner sowie ein kraftvolles musikalisches Überzeugungsvermögen in italienische Opern, darunter Puccinis Tosca, und gab die Uraufführung der neuen Vollendung von Berio von Turandot.
- 1973: Nach dem Studium bei seinem Vater, dem Komponisten Luciano Chailly, und an den Konservatorien von Perugia, Rom und Mailand wird Chailly Assistent von Claudio Abbado am Teatro alla Scala in Mailand.
- 1978: Dirigierdebüt (La Scala).
- 1984: Eröffnet die Salzburger Festspiele und ist Gast beim Salzburger Osterfestival sowie beim Lucerne International Music Festival.
- 1982–89: Chefdirigent des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin.
- 1983–86: Erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra.
- 1986–93: Musikalischer Leiter des Teatro Comunale di Bologna.
- 1988–2004: Chefdirigent des Koninklijk Concertgebouworkest, Amsterdam.
- 1994–98: Wird mit dem Titel „Grande Ufficiale della Repubblica Italia“ ausgezeichnet, wird Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London und zum „Ritter im Orden des Niederländischen Löwen“ in den Niederlanden sowie „Cavaliere di Gran Croce“ in Italien ernannt.
- 1998: Die Magazine Diapason und Gramophone ernennen ihn beide zum „Künstler des Jahres“.
- 1999–2005: Dirigiert das Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi.
- 2003: Veröffentlichung seiner Gesamtaufnahme der Bruckner-Sinfonien.
- 2005: Veröffentlichung seiner Gesamtaufnahme der Mahler-Sinfonien; übernimmt die Doppelfunktion als Kapellmeister des Leipziger Gewandhauses und Generalmusikdirektor der Leipziger Oper.
- 2006: Schumanns Klavierkonzert mit Martha Argerich und Symphonie Nr. 4
- 2007: Brahms’ Klavierkonzerte mit Nelson Freire (Auszeichnungen: Classic FM Gramophone Award, Diapason d’or, Grand Prix de l’Académie Charles Cros, Choc du Monde de la musique und Nominierung bei den Grammy Awards); Mendelssohns Violinkonzert mit Janine Jansen (Echo-Preis).
- 2008: Mendelssohns Italienische Symphonie und Brahms’ Symphonie Nr. 4
- 2010: Bachs Brandenburgisches Konzert, Matthäuspassion und Weihnachtsoratorium
- 2011: Bachs Tasten-Konzerte; Gershwins Klavierwerke mit Stefano Bollani; komplette Beethoven-Sinfonien mit dem Gewandhausorchester; Auftritte beim Beethovenfest Bonn
- 2012: Wird Offizier des Ordre des Arts et des Lettres in Paris; Auftritte bei den BBC Proms und beim Helsinki Festival
- 2013: Feiert Verdis 200. Geburtstag mit dem Album Viva Verdi mit der Filarmonica della Scala.