Programm

Johann Sebastian Bach, Concerto for Two Violins in D Minor, BWV 1043

1. Vivace

2. Largo ma non tanto

3. Allegro

Wolfgang Amadeus Mozart, Violin Concerto No. 3 in G Major, K. 216 (rehearsal)

Rehearsal of the first movement (excerpt)

Wolfgang Amadeus Mozart, Violin Concerto No. 3 in G Major, K. 216

1. Allegro

2. Adagio

3. Rondeau

Yehudi Menuhin und David Oistrakh spielen Bachs Doppelkonzert für zwei Violinen.

Kammerorchester der RTF, Pierre Capdevielle

Abonnenten

Besetzung

David Oistrach  — Violine

Yehudi Menuhin  — Violine

Orchester des ORTF

Pierre Capdevielle  — Dirigent

Programmhinweise

Zwei Legenden zollen Bach Tribut: ein großer Moment.

„Die Tatsache, dass wir beide jüdische und russische Wurzeln hatten, bedeutete, dass wir dieselbe musikalische Sprache teilten“, sagt Yehudi Menuhin, wenn er über seine Beziehung zu seinem Freund und Musikerkollegen David Oistrakh spricht. „Ich sprach kein Russisch, er sprach kein Englisch, aber wir kommunizierten in einer Art deutschen Dialekt. Eine Freundschaft, die dem Eisernen Vorhang standhielt, entstand 1945 zwischen dem Amerikaner aus New York und dem Russen aus Odessa. In jenem Jahr wurde Menuhin von der sowjetischen Regierung eingeladen und flog nach Moskau. Bei seiner Ankunft war Oistrakh da, um ihn zu begrüßen.

„Von diesem Tag an“, erinnert sich Menuhin, „und bis zu seinem Tod 1974 hörten wir nie auf, zusammen zu spielen.“ Bachs Doppelkonzert für zwei Violinen oder Mozarts Sinfonia Concertante. Er dirigierte das Beethoven-Konzert für mich und ich dirigierte das Brahms-Konzert oder umgekehrt. Er war ein Fürst, der beste Kollege, den ich je hatte“, schließt Menuhin. Oistrakhs phänomenale Beherrschung des Instruments und seine musikalische Integrität teilte Menuhin im Geiste der Freundschaft, wie in den Blicken zu sehen ist, die sie sich in diesem von Claude Ventura 1958 in der Salle Pleyel in Paris mit dem RTF-Kammerorchester unter der Leitung von Pierre Capdevielle gefilmten Doppelkonzert für zwei Violinen von Bach austauschten.

Yehudi Menuhin war als Kind zweifellos „einer der frühesten Wunderkinder“. Für diesen Mozart der Violine ist die Musik des österreichischen Komponisten so vertraut wie seine Muttersprache: Während der Probe im Jahr 1967 vor den Kameras von Claude Ventura, das Finale des ersten Satzes des Dritten Konzerts mit dem ORTF-Kammerorchester, richtet das Orchester seine Darbietung natürlich nach der von Yehudi Menuhin aus. Und dieses Klima der Intelligenz durchdringt das folgende Konzert.

Archive

  • Concert pour la journée des nations-unies von Claude Loursais, INA, 1958.
  • Initiation à la musique von Claude Ventura, INA, 1967.

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