Programm

Arvo Pärt, Annum per annum, Für Jan van Eyck

Claudio Monteverdi, Missa a quattro voci da capella

Kyrie

Anton Bruckner, Locus iste

Claudio Monteverdi, Missa a quattro voci da capella

Sanctus-Benedictus

Anton Bruckner, Os justi

Arvo Pärt, Annum per annum, Für Jan van Eyck

Olivier Messiaen, The Nativity of the Lord

God Among Us

Philippe Herreweghe dirigiert Monteverdi, Pärt und Messiaen.

Weltpremiere von Pärts „Für Jan van Eyck“ — Collegium Vocale Gent

Abonnenten

Besetzung

Maude Gratton  — Organum

Collegium Vocale Gent  — Chor

Philippe Herreweghe  — Dirigent

Programmhinweise

Philippe Herreweghe und das Collegium Vocale Gent schließen sich mit der Orgel-Solistin Maude Gratton im historischen Ambiente der Sint-Baafskathedraal in Gent zusammen, um ein exquisites Programm aufzuführen, das die Weltpremiere von Arvo Pärts Annum per annum, Für Jan van Eyck sowie geistliche Kompositionen von Claudio Monteverdi, Anton Bruckner und Olivier Messiaen umfasst.

Im Jahr 2020 ehrte Flandern den außergewöhnlichen Renaissance-Künstler Jan van Eyck, der für seine Innovationen in der Ölmalerei und der optischen Perspektive bekannt ist. Reich an Details und in leuchtenden Farben erstrahlend, ist das religiöse Werk des Malers in der Internationalen Gotik verwurzelt, legt jedoch großen Wert auf Naturalismus und Realismus. Der estnische Komponist Arvo Pärt nahm Van Eycks kürzlich restaurierte Anbetung des mystischen Lammes (1432), ein polyptyches Altarbild, das die himmlische Erlösung und heilige Versammlungen um das Lamm Gottes darstellt, als Hauptinspiration für sein musikalisches Werk. Mächtige gehaltene Akkorde und klingende Sonoritäten kontrastieren mit schimmernden polyphonen Passagen, während Gratton eine virtuose Aufführung einer außergewöhnlichen, modernistischen Komposition bietet.

Das Programm wechselt dann schnell zu nachdenklichen Chorwerken, während die sanften und doch mystischen Melodien von Monteverdis Kyrie, Sanctus-Benedictus und Agnus dei aus seiner Missa a quattro voci da cappella (1641) durch die Kathedrale hallen. Das Collegium Vocale Gent bietet zudem eine fesselnde und ätherische Interpretation von Bruckners geistlichen Motetten, Locus iste (1869) und Os justi (1879).

Das Konzert endet ähnlich wie es begann, mit Messiaens Dieu parmi nous (Gott unter uns) aus La nativité du Seigneur (Die Geburt des Herrn) für Soli-Orgel. Symbolisch für die koloristische Harmonie und rhythmische Komplexität, die den Stil des Komponisten so prägen, schafft Grattons Interpretation von Dieu parmi nous ein klangliches Bild monumentaler Kraft. 

Ein genauerer Blick: vorgestellte Komponisten

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