Barbara Hannigan dirigiert Haydn, Vivier, Ligeti und Strauss – mit Aphrodite Patoulidou
Ein erwartetes Debüt mit dem Cleveland Orchestra im Severance Music Center.
Besetzung
Programmhinweise
Die brillante Barbara Hannigan gibt ihr mit Spannung erwartetes Dirigierdebüt im legendären Severance Music Center, der Heimat des Cleveland Orchestra, „Amerikas bestes“ (New York Times)! Eine kühne und kompromisslose Künstlerin, deren Entscheidungen sowohl als Sopranistin als auch als Dirigentin ihren abenteuerlichen Geist widerspiegeln, stellt Hannigan Werke aus unterschiedlichen Epochen und Stilen gegenüber, die unter ihrem Taktstock wunderbar zusammenfinden.
Das Programm beginnt mit Haydns Sinfonie Nr. 44 in e-Moll, bekannt als die Trauersinfonie, eine energiegeladene und eindringliche Reflexion der Sturm und Drang-Strömungen des späten 18. Jahrhunderts. Es folgt das bekannteste Werk des französischen Komponisten Claude Vivier, Lonely Child, ein Werk von 1980 mit „erstaunlicher Zerbrechlichkeit und Schönheit“ für Sopran und Orchester, mit der „völlig faszinierenden“ Aphrodite Patoulidou (The Guardian). Hannigan und das Cleveland Orchestra ehren anschließend den großen György Ligeti, der vor 100 Jahren geboren wurde, mit seinem unheimlichen und fesselnden Lontano („Weit Entfernt“), ein Paradebeispiel für die dicht überlappenden Linien und Toncluster dessen, was er Micropolyphonie nannte. Der Abend endet, passend, mit dem zutiefst bewegenden Tod und Verklärung, einer Meditation über das Jenseits, komponiert 1889 von einem 25-jährigen Richard Strauss, dessen „Verklärungs“-Motiv Strauss über sechs Jahrzehnte später in den Vier letzten Liedern wieder aufgreifen würde.


