Arthur Rubinstein spielt Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 und Chopins Polonaise Nr. 6.
Mit Antal Doráti und dem London Philharmonic Orchestra
Besetzung
Programmhinweise
Erleben Sie den legendären Arthur Rubinstein in diesem historischen Konzert von 1967! Ein ehemaliges Wunderkind, dessen beeindruckende Karriere als Erwachsener ihm den Spitznamen „König Arthur“ einbrachte, spielt Beethovens strahlendes Klavierkonzert Nr. 4 und eine Polonaise von Chopin.
Eines Abends im Jahr 1967 betrat ein „junger“ Mann im Alter von 84 Jahren die Bühne der Royal Albert Hall, um mit dem London Philharmonic Orchestra unter der Leitung des ungarischen Dirigenten Antal Doráti aufzutreten. Wie er gerne sagte: „Ich habe nie einen Menschen getroffen, der so glücklich ist wie ich!“ An diesem Abend, beim Hören von Rubinsteins strahlendem Beethoven-Konzert, gab es auch kein glücklicheres Publikum!
Wenn man ein einziges Wort wählen müsste, um die Kunst Rubinsteins zu definieren, wäre es „Gesang“. Unabhängig von der Herausforderung spielt er mit verblüffender Leichtigkeit und lässt die Musik aus seinen magischen Fingern erklingen. Nur seine Erblindung, die zehn Jahre nach diesem Auftritt eintrat, zwang diesen Künstler, der mit 14 Jahren sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern gab und schnell internationalen Ruhm erlangte, in den Ruhestand.
Obwohl er nach dem Zweiten Weltkrieg US-amerikanischer Staatsbürger wurde, blieb seine Heimat Polen ihm stets nahe. Wenige Pianisten spielten Chopins Musik so natürlich wie er, eine Fähigkeit, die sein Zugabenspiel von 1967 mit der berühmten Polonaise in As-Dur Op. 53, „Héroïque“, eindrucksvoll belegt. Er erfüllt auch Chopins ausdrücklichen Wunsch, dass sie „ohne donnerndes Getöse“ gespielt wird.
Dieses Programm wurde mit Archivmaterial der BBC zusammengestellt (Arthur Rubinstein spielt Beethoven, filmt von Antony Craxton in der Royal Festival Hall in London am 7. Dezember 1967 und Omnibus: Rubinstein spricht, von Anthony Wilkinson, 1968), aus den kanadischen Nationalarchiven The Piano Revealed in Film, aus der Sammlung von Michel Hirvy).

