
Frédéric Chopin
1. März 1810 - Zelazowa Wola (Polen) — 17. Oktober 1849 - Paris (Frankreich)
© P. Schick (1873)
Über
Frederic Chopins polnische Kindheit
Der in Polen geborene Frederic Chopin (auf Polnisch Fryderyk Chopin) wanderte nach Paris aus, wo er sich mit allen künstlerischen Kreisen des großen französischen 19. Jahrhunderts vermischte, um zum Symbol des romantischen Musikers zu werden. Aus seinen frühen polnischen Tagen behalten wir das Bild eines wunderbaren Pianisten, der alle Warschauer Salons frequentierte, um zu improvisieren und seine ersten Kompositionen zu spielen, die von nationalen Melodien und Rhythmen inspiriert waren. In dieser Zeit, im Alter von acht Jahren, komponierte dieser Engel des Klaviers seine ersten Mazurken und Polonaisen. Als er sein Land wegen der Revolution verließ, bewies er sein Genie mit seinem Ersten Klavierkonzert und den Etüden Op.10, die Franz Liszt gewidmet waren, der ein bewundernswerter Interpret wurde.
Chopins Pariser Erfolg
Nach Deutschland und Österreich erreichte Chopin seine Reife in Paris, wo er den Großteil seines Lebens verbringen sollte. Obwohl Chopin seiner Heimat ewig nostalgisch verbunden blieb, war sein Erfolg in Paris immens. Als enger Freund von Victor Hugo, Berlioz und George Sand stand er im Zentrum der aufkommenden Romantik, deren Bestrebungen er perfekt entsprach. Seine Scherzi für Klavier mit ihren fantastischen und sprühenden Bildern sind ebenso wild wie die Elegien seiner Nocturnes gequält sind. Seine leidenschaftliche, dann stürmische Liebe zu George Sand führte ihn nach Mallorca, wo er seine Präludien Op. 28 komponierte, ein Werk von blendender Modernität.
Der Trauermarsch und Chopins letzte Jahre
Von Krankheit und dann Tuberkulose geplagt, ließ sich Chopin für sechs Jahre im Schloss in Nohant nieder, wo er unermüdlich seine visionärsten Werke komponierte, wie die Mazurken Op. 41, die Nocturnes Op. 37 und die große Sonate in b-Moll. Isoliert und erschöpft starb er im Herbst 1849 und hinterließ einige letzte, dämmrige Seiten.
Das Vermächtnis von Frederic Chopin
Ein Dichter des Klaviers, visionärer Komponist oder Künstler im Exil, mit seinen Balladen oder Impromptus bleibt der Komponist der Abenteurer des Klaviers, seinem einzigen Ausdrucksmittel. Chopin hatte, in seinen eigenen Worten, „den Wunsch, edel, wenn auch vielleicht zu kühn, eine neue Welt zu schaffen“. Er gelang, und seine Zeitgenossen verneigten sich vor ihm, wie Robert Schumann, der bewundernd feststellte: „Hut ab, meine Herren, ein Genie!“