
Arthur Rubinstein
28. Januar 1887 - Lodz (Polen) — 20. Dezember 1982 - Genf (Schweiz)
Arthur Rubinstein in 1970 © Eva Rubinstein
Über
Einer der größten Pianisten des 20. Jahrhunderts, war Rubinstein begabt genug, die technischen Mängel seines extrovertierten, jugendlichen Spiels zu erkennen und sein Repertoire in der Lebensmitte neu zu erlernen, wobei er Kontrolle und Disziplin zu dem natürlichen Flair hinzufügte, das seinen Ruf begründet hatte. Verbunden mit den Romantikern des 19. Jahrhunderts durch seinen Förderer Joseph Joachim, etablierte er dennoch einen modernen, klaren und unverfälschten Klavierstil, während er insbesondere in der Musik von Brahms und Chopin eine Wärme im Ton und Ausdruck bewahrte. Neben seinen Solokonzerten gab er häufig Kammermusikkonzerte und trat bis fast zum Alter von neunzig Jahren öffentlich auf.
- 1897: Nach Berlin geschickt, um bei Heinrich Barth (Klavier) und Robert Kahn sowie Max Bruch (Musiktheorie) zu studieren.
- 1900: Debüt in Berlin mit Mozarts Klavierkonzert, KV 488, unter der Leitung von Joachim.
- 1903: Kurzes Studium in der Schweiz bei Paderewski.
- 1904: Debüt in Paris mit Saint-Saëns’ Zweitem Klavierkonzert, das zu seinem Lebenswerk wurde.
- 1906: Debüt-Tournee durch die USA mit weniger begeisterten Kritiken.
- 1914–18: Arbeitet während des Ersten Weltkriegs als Militärmusiker.
- 1916–17: Tourneen durch Spanien und Südamerika, entdeckt eine lebenslange Liebe zur Musik von Falla, Granados, Albéniz und Villa-Lobos.
- 1932–37: Zieht sich zurück, um seine Technik zu verfeinern und sein Repertoire neu zu erlernen.
- 1946: Wird Amerikaner.
- 1950–70er: Setzt seine Auftritte mit erstaunlicher Energie fort; spielt Kammermusik mit vielen führenden Musikern wie Heifetz, Szeryng und dem Guarneri Streichquartett.
- 1974: Der Arthur Rubinstein International Piano Master Wettbewerb wird in Tel Aviv gegründet.
- 1976: Zieht sich von der Konzertbühne zurück; erhält die Medal of Freedom der Vereinigten Staaten.
- 1980: My Many Years, der zweite Teil seiner Autobiografie, wird veröffentlicht (nach My Young Years 1973).
- 1994: Posthum mit einem Grammy Lifetime Achievement Award ausgezeichnet, nachdem er zu Lebzeiten bereits zehn Grammys gewonnen hatte.
- 1999: Seine vollständigen autorisierten Aufnahmen werden veröffentlicht – auf 94 CDs.