Handels Theodora
Katie Mitchell (Regisseurin), Harry Bicket (Dirigent) — Mit Julia Bullock (Theodora), Joyce DiDonato (Irene), Jakub Józef Orliński (Didymus) …
Besetzung
Katie Mitchell — Bühnenregisseur
Chloe Lamford — Bühnenbildner
Sussie Juhlin-Wallén — Kostümbildner
James Farncombe — Beleuchtungsdesigner
Sarita Piotrowski — Choreograf
Julia Bullock — Theodora
Joyce DiDonato — Irene
Jakub Józef Orliński — Didymus
Programmhinweise
Handels eigener Favorit unter seinen Oratorien feiert nach fast drei Jahrhunderten ein triumphales Comeback im Covent Garden! Joyce DiDonato, Jakub Józef Orliński und Julia Bullock übernehmen die Hauptrollen in dieser exquisiten Produktion von Theodora, einem selten aufgeführten Werk, das erstmals 1750 — auf genau dieser renommierten Bühne — zu hören war, bevor es bis ins 20. Jahrhundert weitgehend in Vergessenheit geriet, als es durch Aufnahmen von Nikolaus Harnoncourt und eine vollständige Glyndebourne-Inszenierung von Peter Sellars im Jahr 1996 kritisch und öffentlich neu bewertet wurde.
Im 4. Jahrhundert in Antiochia unter römischer Herrschaft befiehlt der Statthalter Valens seinen Bürgern unter Androhung der Todesstrafe, den Geburtstag des Kaisers Diokletian durch ein Opfer an zwei römische Göttinnen zu feiern. Theodora (Sopran Julia Bullock) und ihre Freundin Irene (Mezzosopran Joyce DiDonato), beide Christen, stehen vor einem Dilemma: gehorchen und ihr Leben bewahren oder sich weigern und als Märtyrerinnen sterben? Theodora entscheidet sich, dem Befehl zu widersprechen, wird jedoch zur Prostitution im Tempel der Venus verurteilt. Der Offizier Didymus (Countertenor Jakub Józef Orliński), ein heimlicher Christ und in Theodora verliebt, hilft ihr verkleidet zur Flucht — doch sie erfährt, dass er eingesperrt wurde und der Statthalter nun ihren Tod fordert. Sie kehrt zurück, um um Didymus' Leben zu bitten, doch der Statthalter könnte sich weigern, Gnade zu zeigen…
Katie Mitchells Inszenierung von 2022 im Royal Opera House verlegt die Handlung in die Gegenwart und stellt Theodora und Irene als Angestellte dar, die planen, die römische Botschaft, in der sie als Köchinnen arbeiten, zu zerstören. Das erstklassige Ensemble, begleitet vom weltberühmten Orchester des Hauses unter der Leitung von Harry Bicket, sorgt dafür, dass dieses inzwischen geliebte Werk seinen hart erkämpften Platz im Opernkanon behält.
Diese Produktion enthält Szenen sexueller Gewalt, Belästigung und Ausbeutung; bei jüngeren Zuschauern ist Vorsicht geboten.
Foto © Camilla Greenwell
