Monteverdis L’Orfeo
Paul Agnew (Regisseur und Dirigent) – Cyril Auvity (Orfeo), Hannah Morrison (Euridice/La Musica)...
Besetzung
Paul Agnew — Bühnenregisseur, Dirigent
Alain Blanchot — Kostümbildner(in)
Christophe Naillet — Bühnenbildner, Beleuchtungsdesigner
Cyril Auvity — Orfeo
Hannah Morrison — Euridice, Die Musik
Miriam Allan — Proserpina, Nymphe
Lea Desandre — Messagiera, Speranza
Carlo Vistoli — Höllischer Geist, Hirte
Programmhinweise
Zur Feier von Monteverdis 450. Geburtstag im Jahr 2017 inszeniert Paul Agnew—ein Experte für das Œuvre des italienischen Komponisten—L’Orfeo. Dieses Gründungsmeisterwerk der lyrischen Oper wird durch die Darbietungen von Cyril Auvity als Orpheus und Les Arts Florissants in eleganter Schlichtheit zum Leben erweckt, mit Kostümen von Alain Blanchot.
Komponiert zu Beginn des 17. Jahrhunderts, war L’Orfeo musikalisch und künstlerisch seiner Zeit voraus. In dem Werk vereint Monteverdi verschiedene musikalische Traditionen und erweitert die Grenzen der Textdramatisierung durch Musik. Rückblickend gilt das Werk als Eckpfeiler eines damals neuen musikalischen Genres: der Oper! Die revolutionäre Mischung aus Drama, Poesie und Musik wird treffend im Untertitel von Monteverdi für das Werk erwähnt: „una favola in musica“, was „eine Fabel in Musik“ bedeutet. Alessandro Striggio basierte das Libretto von L’Orfeo auf dem Mythos von Orpheus, wie er in Ovids Metamorphosen und in bestimmten Passagen von Virgils Georgica erzählt wird.
Paul Agnews Wahl einer bescheidenen Inszenierung stellt sicher, dass nichts von der Bedeutung von Text und Musik ablenkt: Wie er erklärt, „ist es mit Einfachheit am besten möglich, das Prinzip zu verwirklichen, das im Zentrum von Monteverdis gesamtem Œuvre steht—dass der Text die Harmonie leiten muss.“ Auf der Bühne des Theaters von Caen steht Cyril Auvity in der Rolle des Orfeo und führt eine beeindruckende Gruppe junger Sänger aus dem Jardin des Voix und dem Zyklus von Monteverdis Madrigali an.
Foto: © Philippe Delval
