Mozarts Don Giovanni
Vincent Huguet (Regisseur), Thomas Guggeis (Dirigent) — Mit Michael Volle (Don Giovanni), Elsa Dreisig (Donna Elvira), Slávka Zámečníková (Donna Anna) — Staatsoper Berlin
Besetzung
Vincent Huguet — Bühnenregisseur
Aurélie Maestre — Bühnenbildner
Clémence Pernoud — Kostümbildner
Irene Selka — Beleuchtung
Louis Geisler — Dramaturgie
Michael Volle — Don Giovanni
Slávka Zámečníková — Donna Anna
Bogdan Volkov — Don Ottavio
Programmhinweise
Am 29. Oktober 1787 hob sich der Vorhang des Nationaltheaters in Prag für Mozarts Don Giovanni, der heute als eines der größten Opernmeisterwerke der Welt gilt. Über zwei Jahrhunderte später lebt die Magie in der spektakulären Inszenierung der Staatsoper Berlin unter der musikalischen Leitung von Thomas Guggeis weiter! Ein Starensemble, darunter der gefeierte Bariton Michael Volle als Don Giovanni und die renommierten Sopranistinnen Elsa Dreisig und Slávka Zámečníková als Donna Elvira und Donna Anna, hauchen der Vision des Regisseurs Vincent Huguet mitreißendes Leben ein.
Die Oper dreht sich um die Eskapaden des libertinären Verführers Don Giovanni, der versucht, Donna Anna (die Verlobte von Don Ottavio), Donna Elvira (eine ehemalige, vergessene Geliebte) und Zerlina (die Verlobte von Masetto) mit Hilfe seines Dieners Leporello zu umwerben. Leidenschaft trifft auf Melodrama, als der unverbesserliche Protagonist seinen eigenen Untergang heraufbeschwört, indem er den Commendatore (Don Annas Vater) in einem Duell tötet. Nachdem er den Rat des Geistes des Commendatore ignoriert hat, muss Don Giovanni die Konsequenzen seines sündhaften Verhaltens tragen und vergeht in den Flammen der Hölle.
Von dem Komponisten selbst als opera buffa bezeichnet, ist Don Giovanni eine kühne Mischung aus Übernatürlichem und Komischem, Burleske und Tragödie. Inspiriert von Molières Stück Don Juan und dem Mythos von Tirso de Molina, bewegt sich Mozart mit dem Libretto von Lorenzo Da Ponte an der musikalischen Schnittstelle zwischen Fantasie und Realität. Von der donnernden und imposanten Kadenz der Ouvertüre (komponiert in der Nacht vom 28. auf den 29. Oktober 1787, der Nacht vor der Uraufführung) bis zum wohlklingenden Ton der Arie Dalla sua pace repräsentiert Don Giovanni das Beste der klassischen Oper – wobei Tschaikowski bemerkte, er sei „in Gegenwart der Göttlichkeit“ gewesen, als er das Originalmanuskript sah.
Foto: Michael Volle © Gisela Schenker
