Monteverdis Il ritorno d'Ulisse in patria
Klaus-Michael Grüber (Regisseur), Nikolaus Harnoncourt (Dirigent) — Mit Vesselina Kasarova (Penelope), Dietrich Henschel (Ulisse), Jonas Kaufmann (Telemaco)...
Besetzung
Klaus-Michael Grüber — Bühnenregisseur
Gilles Aillaud — Bühnenbildner
Eva Dessecker — Kostümbildner(in)
Jürgen Hoffmann — Beleuchtungsdesigner
Vesselina Kasarova — Penelope
Malin Hartelius — Melanto
Martina Janková — Fortuna / Juno
Dietrich Henschel — Ulisse / Die menschliche Zerbrechlichkeit
Programmhinweise
Nach zehn Jahren Kampf im Trojanischen Krieg – und weiteren zehn auf einer epischen Heimreise – kehrt Odysseus in seine Heimat zurück. Verkleidet als Bettler muss der König von Ithaka seine Frau, seinen Sohn und sein Volk zurückgewinnen...
Il ritorno d'Ulisse in patria (Venedig, 1640), hier inszeniert von Klaus-Michael Grüber und dirigiert von Nikolaus Harnoncourt („Der musikalische Abenteurer par excellence, der gelehrte Dirigent mit Temperament, der denkende Musiker, der Musik mit rauen Kanten macht“ – Gramophone), erreicht eine perfekte dramatische Balance, regt die Fantasie an und versetzt den Zuschauer sofort in eine längst vergangene Zeit. Die Starbesetzung bietet einen der frühesten aufgenommenen Auftritte des großartigen Jonas Kaufmann, der als Ulisses Sohn Telemach seine Präsenz spürbar macht!
Claudio Monteverdi war nicht nur ein Schlüsselfigur bei der Entstehung der Oper, wie wir sie heute kennen; er verbrachte auch fast vierzig Jahre nach L'Orfeo von 1607 damit, in dieser Form zu experimentieren und zu innovieren, und trug so zur Entwicklung dieses musikalisch-künstlerischen Genres bei, das – über Jahrhunderte hinweg bis zum Aufkommen des Kinos – das westliche Kulturleben dominierte. Ulisse ist eine seiner drei erhaltenen Opern, die alle zu den höchsten Errungenschaften dieser Form zählen.
