
Malin Hartelius
1. September 1966
© Mats Bäcker
Über
Die schwedische Sopranistin Malin Hartelius studierte in Wien bei Margarethe Bence und begann ihre Karriere als Mitglied der Wiener Staatsoper von 1989 bis 1991. Sie gehörte von 1991/92 bis 2012 zum Ensemble des Opernhauses Zürich und trat in allen Mozart-Rollen sowie unter vielen anderen als Sophie (Der Rosenkavalier), Estrella (Alfonso und Estrella), Adina (L'Elisir d'amore), Leïla (Les Pêcheurs de perles), Eudoxie (La Juive), Pamina (Die Zauberflöte), Fiordiligi (Così fan tutte), Contessa Almaviva (Le Nozze di Figaro), Donna Elvira (Don Giovanni) sowie Tatjana (Eugen Onegin) auf.
Im Juli 2011, nach der Premiere von Il Re pastore in Zürich, wurde sie als eine der besten Mozart-Sängerinnen unserer Zeit gefeiert. Ihren internationalen Durchbruch hatte sie mit einer hochgelobten Darstellung der Adina in L'Elisir d'amore an der Oper Frankfurt und mit überwältigendem Erfolg als Blondchen, dirigiert von Marc Minkowski, bei den Salzburger Festspielen. Ihre Zürcher Debüts als Contessa und Fiordiligi wurden international gelobt, ebenso wie ihr Auftritt in Harnoncourts Produktion von Schuberts selten gespielter Oper Alfonso und Estrella, ebenfalls in Zürich. Sie wurde eingeladen, an den Opernhäusern in Berlin, Wien, Paris, Hamburg und München sowie bei den Festivals in Ludwigsburg, Schwetzingen und Aix-en-Provence aufzutreten. 1992 gab sie ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen, wo sie seitdem in Rollen wie Dircé (Cherubinis Médée), Adele, Rosina in La Finta semplice und kürzlich in von Winters Das Labyrinth (Pamina) sowie als Fiordiligi erfolgreich war. Zu den jüngsten Höhepunkten zählen auch ihr Debüt als Leïla in Les Pêcheurs de perles in Zürich, ihre hochgelobte Rückkehr an die Wiener Staatsoper als Elvira in Don Giovanni unter der Leitung von Franz Welser-Möst und als Contessa in Le Nozze di Figaro. In Cleveland sang sie in szenischen Produktionen aller drei Da-Ponte-Opern ebenfalls unter Franz Welser-Möst, und in Zürich wurde sie in einem Händel-Pasticcio namens Sale, in Rinaldo und als Fiordiligi für die Oper Zürich in Winterthur hoch gelobt.
Malin Hartelius ist auch als Konzertsängerin sehr gefragt. Sie arbeitet mit führenden Dirigenten wie Ivor Bolton, Riccardo Chailly, William Christie, Adam Fischer, Sir John Eliot Gardiner, Nikolaus Harnoncourt, Martin Haselböck, Mariss Jansons, Philippe Jordan und Franz Welser-Möst sowie mit berühmten Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Accademia Santa Cecilia, dem Philharmonia Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem London Symphony Orchestra und dem Cleveland Orchestra zusammen. 1993 gab sie ihr erstes Recital im Théâtre du Châtelet in Paris.
Zu den jüngsten Höhepunkten auf der Konzertbühne gehörten das Solokonzert in Mahlers 4. Sinfonie und Händels Messiah bei den Salzburger Festspielen, Brahms' Ein Deutsches Requiem, Mozarts c-Moll-Messe und Haydns Jahreszeiten mit dem Cleveland Orchestra unter Welser-Möst, Haydns Schöpfung unter Adam Fischer sowie Beethovens 9. Sinfonie unter Chailly. Sie gab ihr hochgelobtes Debüt als Vitellia in La Clemenza di Tito im Konzert während einer Tournee der Deutschen Kammerphilharmonie unter Langrée, der sie auch einlud, Mozarts Requiem in Salzburg aufzuführen, wo sie auch unter Bolton bei der Mozartwoche sang. In Wien sang sie kürzlich Arien von Mozart unter Haselböck.
Zu den Höhepunkten der Saison 2013/14 zählen eine Wiederaufnahme von Sale in Zürich, Donna Elvira an der Wiener Staatsoper, Rosalinde in J. Strauss' Fledermaus unter Mehta und ihr Debüt als Donna Anna in Palermo. Sie wird Euridice in Glucks Orfeo ed Euridice in Konzerten unter Equilbey in Frankreich und Vitellia, sowohl Mozarts als auch Glucks, unter Langrée bei der Mozartwoche Salzburg singen. Weitere Konzertauftritte umfassen Mahlers 8. Sinfonie unter Chailly in Mailand, Schuberts Es-Dur-Messe mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Welser-Möst in München sowie mit letzterem Mahlers 2. Sinfonie im Wiener Musikverein. Sie wird mit Recitals nach Schweden und in die Schweiz zurückkehren.
Viele Aufnahmen dokumentieren die Auftritte und das Repertoire der Künstlerin: DVDs sind erhältlich von den gefeierten Produktionen von Monteverdis Il Ritorno d'Ulisse in Patria (Harnoncourt), Der Rosenkavalier, Hänsel und Gretel, Così fan tutte, Die Zauberflöte und Le Nozze di Figaro (Welser-Möst) sowie Die Entführung aus dem Serail (unter anderem mit K. M. Brandauer) aus der Zürcher Oper und von Idomeneo (Norrington, Camerata Salzburg) und La Finta semplice (Hofstetter, Camerata Salzburg) von den Salzburger Festspielen. Außerdem ist sie auf Aufnahmen von Mozarts Il Sogno di Scipione mit dem Freiburger Barockorchester sowie mehrerer Bach-Kantaten (Gardiner, Monteverdi Choir), Mozarts c-Moll-Messe (Bolton, Mozarteumorchester Salzburg) und Haydns Harmonienmesse (Jansons, Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks) und vielen anderen zu hören.
Im Januar 2010 wurde Malin Hartelius vom schwedischen König in Stockholm mit dem Orden "Litteris et Artibus" ausgezeichnet.
Quelle: imgartists.com