Mozart Odysseys I: Die falsche Einfache
Joachim Schlömer (Regisseur), Michael Hofstetter (Dirigent) — Mit Malin Hartelius (Rosina), Josef Wagner (Don Cassandro), Matthias Klink (Don Polidoro)...
Besetzung
Joachim Schlömer — Choreograf, Bühnenregisseur
Jens Kilian — Szenenbild und Kostümdesign
David Finn — Beleuchtungsdesigner
Peter Ruzicka — Künstlerischer Leiter
Wolfgang Götz — Musikdirektor
Malin Hartelius — Rosina
Josef Wagner — Don Cassandro
Matthias Klink — Don Polidoro
Programmhinweise
Zur Feier von Mozarts 250. Geburtstag bereitete die Salzburger Festspiele ein 100% Mozart-Programm vor, das sowohl neuen Fans als auch erfahrenen Experten Freude bereiten sollte. Drei Wochen lang hatten die Zuschauer die Möglichkeit, Werke aus Mozarts Repertoire zu entdecken und wiederzuentdecken, die von seiner Kindheit bis zu seinem Ruhm reichen. Die Irrfahrten (Odysseen)-Trilogie – inszeniert, choreografiert und mitgeschrieben vom vielseitigen Joachim Schlömer – hebt die weniger bekannten Werke in Mozarts Repertoire hervor: von seiner allerersten echten opera buffa in drei Akten, La Finta Semplice (Irrfahrten I), über die unvollendeten Lo sposo deluso und L'oca del Cairo (Irrfahrten III: Rex tremendus) bis hin zur musikalischen Vertonung des epistolaren Briefwechsels des Komponisten (Irrfahrten II: Abendempfindung). Diese Opern stehen neben einer Reihe von Instrumentalstücken, Liedern, geistlichen Werken und anderen musikalischen „Odysseen“. Die komplette Trilogie ist auf medici.tv verfügbar!
In Wien 1768 von Joseph II. von Österreich in Auftrag gegeben und ein Jahr später erstmals in Salzburg aufgeführt, war La Finta Semplice Mozarts erste echte Oper, geschrieben, als er gerade zwölf Jahre alt war. In diesem Libretto in drei Akten von Marto Cortellini (nach Carlo Goldoni adaptiert) sind sieben Protagonisten der launischen Natur der Liebe ausgeliefert und werden durch Eifersüchteleien und Intrigen anderer auseinandergerissen. Die Handlung beginnt mit dem jungen ungarischen Offizier Fracasso (Jeremy Ovenden) und seinem Adjutanten Simone (Miljenko Turk), die beide bei einer Familie von Kavalieren wohnen, bestehend aus dem frauenfeindlichen und geizigen Don Cassandro (Josef Wagner), seinem Bruder, dem Einfaltspinsel und großen Verführer Don Polidaro (Matthias Klink), und deren Schwester Giacinta (Marina Comparato), in die sich Fracasso Hals über Kopf verliebt hat. Ninetta (Silvia Moi), die Giacintas Dienerin ist und selbst in Simone verliebt ist, bittet Fracassos Schwester Rosina (Malin Hartelius), Don Cassandro zu verführen, um ihre Heirat zu erleichtern. Doch Don Polidaro verliebt sich bald in die Betrügerin, was die Burg in eine Rivalität zwischen den Brüdern stürzt, die sich zu einem Punkt ohne Wiederkehr entwickeln könnte…
Für diesen ersten Teil präsentiert Schlömer eine moderne, theatralische Inszenierung mit starker Symbolik und erfrischender Komik. Die funkelnden Arien des jungen Mozart werden von einem großartigen Ensemble erfahrener Sänger und leidenschaftlicher Schauspieler begleitet, die den (hohen) Standard für den Rest der Trilogie setzen.
