Bergs Wozzeck
Olivier Py (Regisseur), Vassilis Christopoulos (Dirigent) — Mit Tassis Christoyannis (Wozzeck), Peter Wedd (Tambourmajor), Vassilis Kavayas (Andres)...
Besetzung
Olivier Py — Bühnenregisseur
Pierre-André Weitz — Bühnenbildner, Kostüme
Bertrand Killy — Beleuchtung
Tassis Christoyannis — Wozzeck
Peter Wedd — Tambourmajor
Vassilis Kavayas — Andres
Peter Hoare — Kapitän
Yanni Yannissis — Arzt (für einen männlichen Arzt) / Ärztin (für eine weibliche Ärztin)
Programmhinweise
Gehen Sie durch die Türen der brandneuen Griechischen Nationaloper Athens (das Band wurde 2017 durchschnitten), ein prächtiger Komplex direkt aus dem Geist des italienischen Architektengenies Renzo Piano. Zum 80-jährigen Bestehen des Opernhauses begrüßt die Operngesellschaft eine neue Produktion von Bergs Wozzeck. Olivier Pys Regie nutzt ein komplexes Bühnenbild von Pierre-André Weitz optimal aus, bei dem sich Räume und Treppen auf einer drehbaren Bühne in einem kontinuierlichen Zyklus des Untergangs verflechten... Vassilis Christopoulos dirigiert eine ausgewogene Aufführung von Bergs atonaler Partitur, während der lokale Superstar Tassis Christoyannis in der Titelrolle glänzt, zusammen mit Nadine Lehner und ihrem wunderbar reichen Ton.
Zwischen 1912 und 1922 komponiert, feierte Wozzeck 1925 an der Berliner Staatsoper unter der Leitung von Erich Kleiber Premiere. Inspiriert von einem Stück Büchners zeigt die Oper in drei Akten Bergs Genie in der Entwicklung musikalischer Strukturen, wobei jede Szene einer bestimmten musikalischen Form folgt: Pavane, Gavotte, Passacaglia, Polka, Fuge... Die Oper verwendet Sprechgesang ("gesprochener Gesang"), eine Technik, die durch Schoenbergs Pierrot Lunaire populär wurde. Lose basierend auf realen Ereignissen erzählt das Werk die böse Geschichte vom Wahnsinnsverfall eines jungen Soldaten, unter anderem aufgrund von Eifersucht...
