Bergs Wozzeck

Andreas Homoki (Regisseur), Fabio Luisi (Musikdirektor) – Mit Christian Gerhaher (Wozzeck), Gun-Brit Barkmin (Marie)...

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Besetzung

Andreas Homoki  — Bühnenregisseur

Michael Levine  — Szenenbild und Kostümdesign

Franck Evin  — Beleuchtungsdesigner

Kathrin Brunner  — Dramaturgie

Christian Gerhaher  — Wozzeck

Gun-Brit Barkmin  — Marie

Brandon Jovanovich  — Tambourmajor

Wolfgang Ablinger-Sperrhacke  — Kapitän

Programmhinweise

“Dieser Wozzeck, noch spektakulärer als Tcherniakovs kraftvolle Vision, war eine der stärksten künstlerischen Gesten des Jahres 2015. Sie sollten ihn so bald wie möglich auf Film sehen, eine Produktion, die von nun an als Maßstab für eine der bedeutendsten Aufführungen eines der wegweisenden Werke der Operngeschichte gilt.” (Tutti Magazine) Welche höhere Anerkennung kann es für diese Inszenierung von Bergs gefeierter Oper geben? Das Meisterwerk des musikalischen Dramas des 20. Jahrhunderts, Wozzeck, basiert auf Büchners unvollendetem Drama von 1837, einer düsteren Geschichte, inspiriert von einer wahren Begebenheit. Der arme Wozzeck—ein einfacher Soldat, dessen einzige Freude im Leben seine Hingabe an seine Geliebte Marie ist—versinkt zunehmend im Wahnsinn und begeht die ultimative und unvorstellbare Tat...

Tief bewegt vom Schicksal des echten Woyzeck, eines alten Soldaten, der verurteilt wurde, weil er seine Geliebte erstochen hatte, wollte Büchner mit seinem Stück die Gesellschaft als die wahre Verantwortliche für die „Kriminalität“ des Soldaten anprangern. Berg baut auf dieser Vision auf und eröffnet seine Oper mit dem Hauptmann, der seinen Untergebenen tadelt, weil dieser ein uneheliches Kind gezeugt hat. Wozzeck antwortet, dass es einfacher sei, ehrlich zu sein, wenn man Geld habe. Um diesen tragischen sozialen Determinismus zu veranschaulichen, inszeniert Andreas Homoki die Protagonisten der Oper als Marionetten, die jeweils ihre Rolle spielen und ihren sozialen Status als unabwendbares Schicksal wahrnehmen. Eine wahre Geschichte und ein unvergessliches Drama, verwandelt in ein musikalisches Fabelstück für die Ewigkeit.

Foto: Monika Rittershaus

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