
Gun-Brit Barkmin
© Florian Kalotay / Fotostudio Charlottenburg
Über den Künstler
Die in Deutschland geborene Gun-Brit Barkmin gilt als eine der spannendsten Interpretinnen von Richard Strauss unserer Zeit und ist weltweit gefragt für Salome, Chrysothemis (Elektra) und Ariadne (Ariadne auf Naxos), unter anderem an der Wiener Staatsoper, der Carnegie Hall, dem Opernhaus Zürich und bei den BBC Proms in London. Barkmin schafft mitreißende Darstellungen einiger der komplexesten Opern-Hauptrollen, darunter Marie (Wozzeck), Katerina Ismailova (Lady Macbeth von Mzensk) und Emilia Marty (Věc Makropulos), und pflegt eine fortlaufende Zusammenarbeit mit vielen der weltweit führenden Dirigenten wie Andris Nelsons, Semyon Bychkov, Fabio Luisi und Vladimir Jurowski.
In der aktuellen Saison debütiert Gun-Brit Barkmin an der Opéra national de Paris als Marie, singt ihre erste Isolde (Tristan und Isolde) an der Oper Graz und kehrt ans Opernhaus Zürich in Andreas Homokis Inszenierung von Lady Macbeth von Mzensk unter Vasily Petrenko zurück. Mit der Wiener Staatsoper geht sie auf Japan-Tournee in Ariadne auf Naxos. Nach ihrem Auftritt als Salome mit Charles Dutoit und dem NHK Symphony Orchestra in der letzten Saison, treffen Barkmin und Dutoit in dieser Saison erneut für weitere Aufführungen mit dem Shanghai Symphony Orchestra und beim Verbier Festival 2017 zusammen.
Zu Beginn ihrer Karriere war Barkmin Mitglied des Ensembles der Komischen Oper Berlin, wo sie zahlreiche Rollen übernahm, darunter Marie, Ghita in Zemlinskys Der Zwerg, Jenůfa in Willy Deckers Produktion, die ihr große Anerkennung einbrachte, sowie die Gouvernante in Brittens The Turn of the Screw, was Harry Kupfers Abschied vom Theater markierte. Gun-Brit hat seitdem starke Beziehungen zu vielen bedeutenden europäischen Theatern aufgebaut und ihr bereits breites und vielfältiges Rollenrepertoire erweitert. Ihr Hausdebüt gab Gun-Brit Barkmin an der Wiener Staatsoper als Ellen Orford (Peter Grimes) und erhielt daraufhin Rückkehr-Einladungen für Sieglinde (Die Walküre), Salome und Chrysothemis.
Barkmin schuf die Rolle der Elena in der Uraufführung von Sotelos El Público am Teatro Real Madrid unter Pablo Heras-Casado und trat zuvor als Guinevere in Birtwistles Gawain bei den Salzburger Festspielen unter Ingo Metzmacher auf. Außerdem sang sie Anna in Weills Sieben Todsünden an der Opéra de Lyon, beim Edinburgh International Festival und beim New Zealand International Festival of Arts sowie Bianca in Zemlinskys Eine florentinische Tragödie und Nella aus Puccinis Gianni Schicchi bei der Canadian Opera Company, dirigiert von Sir Andrew Davis. Gun-Brit Barkmin kehrt im Sommer 2017 als Regan in einer neuen Produktion von Aribert Reimanns Lear bei den Salzburger Festspielen zurück, dirigiert von Franz Welser-Möst.
Als versierte Konzertsängerin hat Gun-Brit Janáčeks Glagolitische Messe mit dem Philharmonia Orchestra unter Jakub Hrusa, Strauss’ Vier letzte Lieder mit den Dresdner Philharmonikern, Schönbergs Gurrelieder beim Internationalen Festival in Nagoya sowie Wagners Wesendonck-Lieder und Liebestod mit der Nordwestdeutschen Philharmonie unter Andris Nelsons aufgeführt.