Herbie Hancock, Friedrich Gulda und Joe Zawinul in Österreich

Salzburger Festspiele 1989

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Besetzung

Friedrich Gulda  — Klavier

Herbie Hancock  — Klavier

Joe Zawinul  — Klavier

Programmhinweise

Das Salzburger Festspiel beherbergte bei seiner Ausgabe 1989 drei bemerkenswerte Musiker auf derselben Bühne. Joe Zawinul, ein wahrer Pionier des Keyboards, der mit Miles Davis spielte, bevor er Weather Report gründete, einen Vorreiter im Jazz-Fusion; Herbie Hancock, ein weiterer Miles-Alumnus und 14-facher Grammy-Gewinner, der ebenfalls maßgeblich an der Entstehung von Fusion sowie Post-Bop, Funk und Electro beteiligt war; und Friedrich Gulda, ein Gigant des jazz-klassischen Klaviers, der Zawinul als Teenager in Österreich kennenlernte und heimlich Jazz mit ihm spielte, „verbotene“ Musik, die während des Zweiten Weltkriegs von der Regierung untersagt war. 

In der einen oder anderen Form hatten all diese Musiker bereits zuvor miteinander gespielt, und ihr Zusammenschluss stellte eine verlockende Aussicht für Jazzfans dar: drei ikonische Musiker, die alle bemerkenswerte Erfindungsgabe, Feingefühl und Gelassenheit mitbrachten. Sie vereinten sich über ein Repertoire, das Miles Davis und Mozart sowie dem klassischen Jazzstück „Body and Soul“ huldigte. Zawinul beeindruckt gleichermaßen an Keyboard, Klavier und dem Breath Control Synthesizer, während Hancock und Gulda bei ihrem Kerngeschäft, dem Flügel, bleiben. Besonders bemerkenswert sind die letzten Stücke, eine improvisierte Sequenz, eine sechs-händige Klavierversion von Zawinuls „Night and Day“ und „With Computer“, ein Stück, das die IBM-Technologie eines Computers mit dem Klavier verbindet, das Hancock mit den Worten einführt: „Wissen Sie, selbst Mozart schrieb Musik für unkonventionelle Instrumente.“

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