Erinnerung an Jacqueline du Pré
Ein Film von Christopher Nupen
Besetzung
Programmhinweise
Am sechsundzwanzigsten Januar 1995 hätte Jacqueline du Pré ihren fünfzigsten Geburtstag feiern sollen. Doch ihre Karriere wurde durch Multiple Sklerose im Alter von achtundzwanzig Jahren jäh beendet, und sie starb 1987 im Alter von zweiundvierzig Jahren.
Man hielt sie für ein Golden Girl. Eine schöne junge Frau mit einem überaus reichen Talent, einem lächelnden Gesicht und einer gewinnenden Kombination in ihrer Persönlichkeit aus Schüchternheit und Bescheidenheit, verbunden mit unbändigem Durchsetzungsvermögen und einer unbestechlichen Ehrlichkeit sowohl in ihrem Leben als auch in ihrer Musik.
Das populäre Bild entsprach ihr, aber es erzählte nicht die ganze Geschichte. Die traurige Wahrheit ist, dass dieses glorreiche Talent zu früh verstummte. Ihr Erfolg zu Lebzeiten hätte kaum größer sein können, doch es dauert lange, bis die Welt ihr Herz vollständig und vorbehaltlos öffnet. Die populäre Vorstellung von dem Mädchen mit einem überschäumenden Talent hätte sich mit der Zeit zum verdienten Bild der wirklich großen Künstlerin entwickeln sollen – eine der größten Cellotalente unseres Jahrhunderts und eine der feinsten Musikerinnen, die England je hervorgebracht hat: denn genau das war sie bereits.
Warum erinnern wir uns mit so viel Zuneigung an Jacqueline du Pré? Es gibt viele Antworten auf diese Frage – unter anderem ihre scheinbar unerschöpfliche Fähigkeit, uns zu überraschen und zu erfreuen. Es war keine Fähigkeit, die sie suchte, sondern etwas, das natürlich aus einem sprudelnden Geist und einer himmlischen Gabe floss. Dieser Film erinnert an Jacqueline du Pré mit einer außergewöhnlichen Sammlung von Archivmaterial aus Christopher Nupens Sammlung. Wir sehen sie mit ihren Freunden Daniel Barenboim, Zubin Mehta, Itzhak Perlman, William Pleeth, wie sie mit ihrem Cello mitsingt, zu Hause Clementi am Klavier spielt, während Barenboim unterrichtet, mit John Barbirolli probt...