Mstislav Rostropovich, Der unbezähmbare Bogen von Bruno Monsaingeon
Erweitert mit exklusivem, noch nie zuvor gesehenem Kommentar des Regisseurs
Besetzung
Mstislaw Rostropowitsch — Cello
Programmhinweise
Berühmter Künstler, brillanter Dirigent, Förderer und Widmungsträger zahlreicher zeitgenössischer Werke, Mstislav Rostropovich ist eine Schlüsselfigur des 20. Jahrhunderts, nicht nur wegen seines musikalischen Genies, sondern auch wegen seines politischen Engagements für die Meinungsfreiheit des russischen Volkes.
Für Mstislav Rostropovich. Dein Leben im Exil hat dich zu einer lebendigen Brücke zwischen der Kunst Russlands und der des Westens gemacht. [...] Das Gesicht Russlands trägt heute die Narben, die durch kommunistische Gewalt und die gegenwärtigen schrecklichen Erschütterungen hinterlassen wurden, aber seine Seele bleibt in seiner Kultur. Das ist die Mission, der du dich verschrieben hast, bewaffnet mit deinem unbezähmbaren Bogen. – Alexander Solschenizyn.
Nach Jahren guter Beziehungen zum sowjetischen Regime, in denen er als privilegierter Favorit behandelt wurde, verließ Rostropovich 1974 seine russische Heimat. Seine politischen Positionen und seine öffentliche Unterstützung des Dissidenten Alexander Solschenizyn machten ihn zum Ziel einer Verleumdungskampagne, und seine Konzertkarriere dort endete abrupt. Eine Reise, die nur zwei Jahre dauern sollte, dauerte sechzehn… 1978 erfuhr er aus der Presse, dass ihm die Staatsbürgerschaft wegen „Handlungen, die systematisch dem Ansehen der Sowjetunion schaden“, aberkannt worden war, und wurde staatenlos. Wie der Cellist selbst sagte: „Es war der größte Schock meines Lebens.“ Bereits weltweit bekannt, sollte er bald zur Legende werden.
Mstislav Rostropovich, Der unbezähmbare Bogen erzählt diese unkonventionelle Geschichte und zeigt seltenes und inspirierendes Archivmaterial sowie Auszüge aus Interviews mit seinen Töchtern Olga und Elena Rostropovich und seinen Freunden Natalia und Ignat Solschenizyn, Marta Casals-Istomin und sogar Gennadi Rojdestwenski.
Erweitert durch exklusive, bisher ungesehene Kommentare des Regisseurs.
Foto: Rostropovich und Prokofjew