Lukas Geniušas spielt Chopins Etüden, Op. 10 und Op. 25.
Klavierrezital der neuen Generation in der Fondation Louis Vuitton
Besetzung
Lukas Geniušas — Klavier
Programmhinweise
Für klassische Pianisten sind die 24 Chopin-Études eines der heiligen Grale des Repertoires. Wie nur wenige andere Komponisten vor oder nach ihm war Chopin in der Lage, Übungen zu komponieren, die zugleich brillante, melodische Showstücke sind, die für Zuhörer ebenso erfreulich wie für Interpreten lohnend sind. Das Interpretieren der gesamten Zyklen Op. 10 und Op. 25 in einer Sitzung ist vergleichbar mit dem Besteigen eines pianistischen Mount Everest, der mit donnernden Arpeggien beginnt und endet (Op. 10, Nr. 1 in C-Dur und die „Ocean“-Étude Op. 25, Nr. 12) und Momente großer Zärtlichkeit durchläuft (Op. 10, Nr. 3 „Tristesse“ und Op. 25, Nr. 1 „Äolsharfe“) sowie erschreckende Virtuosität (wie Op. 10, Nr. 4 und Op. 25, Nr. 11 „Winterwind“).
Als Sohn und Enkel virtuoser Pianisten (Vater Petras Geniušas und Großmutter Vera Gornostayeva) wurde der russisch-litauische Pianist Lukas Geniušas geboren, um eine solche Herausforderung anzunehmen. Der Gewinner zahlreicher internationaler Preise – darunter Spitzenplatzierungen beim Gina Bachauer Wettbewerb in Utah (2010) und zweite Plätze beim renommierten Chopin-Wettbewerb in Warschau (2010) sowie beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau (2015) – nimmt sich dieser 24 Klavierjuwelen mit der technischen Präzision und dem verfeinerten Lyrismus an, die sie erfordern.

