Lorenzo Viotti dirigiert Poulenc, Debussy und Zemlinsky.
Wiener Philharmoniker
Besetzung
Lorenzo Viotti — Dirigent
Programmhinweise
Der charismatische Schweizer Dirigent Lorenzo Viotti führt die Goldstandard-Wiener Philharmoniker in einem Triptychon eindrucksvoller Orchestersuiten im Heimspielort des Orchesters, dem legendären Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Den Auftakt bildet eine vollwertige Menagerie in der Suite aus Francis Poulencs Les Animaux modèles, einem Ballett, das von La Fontaines Fabeln inspiriert ist und während des Zweiten Weltkriegs mit subtilen Botschaften des Widerstands geschaffen wurde. Claude Debussys Printemps, nach dem Verlust der ersten Ausgabe bei einem Brand neu geschrieben, zeichnet „die langsame und mühsame Geburt von Wesen und Dingen in der Natur, ihr allmähliches Erblühen und schließlich die Freude, in ein neues Leben geboren zu werden.“ Schließlich werden wir mit Alexander Zemlinskys Die Seejungfrau, einer bezaubernden Strauss-ähnlichen Fantasie in drei Sätzen, verwöhnt, in die der Komponist sein Herzleid einfließen ließ, nachdem er von Alma Schindler, die gerade Alma Mahler geworden war, zurückgewiesen wurde. Kurz nach der Uraufführung des Werks 1905 in diesem gleichen Konzertsaal wurde Die Seejungfrau vom Komponisten zurückgezogen und jahrzehntelang als verschollen angesehen, bis sie in den 1980er Jahren von zwei Doktoranden wiederentdeckt wurde und zu einem der beliebtesten und dauerhaftesten Werke Zemlinskys avancierte.
Foto © Dutch National Opera / Danielle van Coevorden

