Klaus Tennstedt dirigiert Mahler und Mozart.
Boston Symphonieorchester, 1977
Besetzung
Klaus Tennstedt — Dirigent
Programmhinweise
Klaus Tennstedt, das Boston Symphony Orchestra und zwei Meisterwerke der austro-deutschen symphonischen Tradition. Irgendwie wagt man kaum zu hoffen, dass dieses Programm die Summe seiner inspirierenden Teile erreichen, geschweige denn übertreffen könnte. Glücklicherweise ist dieses Konzert tatsächlich von Anfang bis Ende ein Genuss. Das BSO spielte Mozarts "Haffner"-Symphonie seit 1885 regelmäßig, wobei Tennstedt in die Fußstapfen so angesehener Kollegen wie Georges Enescu, Leonard Bernstein und Pierre Monteux trat. Mahlers Symphonie Nr. 4 war eine andere Geschichte, ihre ersten vollständigen Aufführungen in Boston fanden erst im März 1945 statt.
Diese Version von Mozarts Symphonie Nr. 35 bietet ein Beispiel für erstklassigen, geschmeidigen "Big-Band"-Mozart, leicht altmodisch, aber niemals schwerfällig. Tatsächlich ist die Aufführung in diesem Ausschnitt eine luftige und freudige Interpretation des Stücks. Auch die Mahler-Interpretation ähnelt bemerkenswert der Audioaufnahme von Tennstedt in diesem Werk, die im Penguin Guide als "starke, großzügige Lesart beschrieben wird, die dennoch eine Unschuld vermittelt, die ganz im Einklang mit dieser der liebenswertesten Mahler-Symphonien steht."

