Programm

Richard Wagner, Parsifal, WWV 111

Prelude

Alban Berg, Three Pieces for Orchestra, Op. 6

1. Prelude

2. Round Dance

3. March

Gustav Mahler, Das klagende Lied (1880 original version)

1. Forest Legend

2. The Minstrel

3. Wedding Piece

Vladimir Jurowski dirigiert Wagner, Berg und Mahler.

Das Londoner Philharmonische Orchester

Abonnenten

Besetzung

David Christopher Ragusa  — Kindersopran

Marisol Montalvo  — Sopran

Hedwig Fassbender  — Mezzosopran

Michael Hendrick  — Tenor

Anthony Michaels-Moore  — Bariton

Londoner Philharmonisches Orchester

Wladimir Jurowski  — Dirigent

Programmhinweise

Erster öffentlicher Auftritt des russischen Dirigenten Vladimir Jurowski als neuer musikalischer Leiter des London Philharmonic Orchestra: ein Ereignis.

Das Konzert am 19. September 2007 war aus mehr als einem Grund ein Ereignis: Es war die Eröffnungsnacht der Saison für das London Philharmonic Orchestra in der Royal Festival Hall in London und markierte den ersten öffentlichen Auftritt von Vladimir Jurowski als neuer musikalischer Leiter der britischen Formation.

Geboren 1972 in Moskau, ist Jurowski ein Kind des Konzertsaals: Sein Vater (Mikhail) war Dirigent und sein Großvater (Vladimir) Komponist. Leidenschaftlich am Theater interessiert, lernte der junge Vladimir Musik in der Oper im Orchestergraben kennen, und das Programm dieses Konzerts ist ein Spiegelbild davon: Die Ouvertüre von Parsifal von Wagner wird gefolgt von Drei Orchesterstücken von Berg und Mahlers Kantate Das klagende Lied („Lied der Klage“). Das klagende Lied, komponiert 1880, als Gustav Mahler 20 Jahre alt war und basierend auf einem Text, den er mit 17 schrieb, ist eine absolute Rarität, zumal Jurowski sich entschied, die princeps-Version von 1880 zu dirigieren und nicht die Version, die der Komponist etwa zwanzig Jahre später überarbeitete.

Für diese Feuertaufe am 19. September 2007 traf Jurowski also keine einfache Wahl, doch es war eine gute Wahl: Während der gesamten Aufführung verleiht er diesen Werken, die alle stark mit metaphysischen Implikationen aufgeladen sind, eine extreme Spannung, die atemberaubend ist. Von Jurowski geht eine solche Aura aus, dass Orchester und Publikum in seiner unwiderstehlichen Suggestivkraft eingehüllt werden. Das ist das Markenzeichen eines großen Dirigenten.

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