Gidon Kremer spielt Bach, Partiten für Violine solo.
Lockenhaus Festival
Besetzung
Gidon Kremer — Violine
Programmhinweise
Der Geiger bietet eine kraftvolle und eindringliche Vision von Bachs Partiten.
Gidon Kremer, geboren 1947 in Riga, hat als Geiger einen originellen Karriereweg eingeschlagen. Als Schüler von David Oistrach am Moskauer Konservatorium und mit dem 1. Preis beim Queen Elisabeth Wettbewerb im Alter von 20 Jahren hätte er den schnellen Weg zum Erfolg einschlagen können. Stattdessen entschied er sich dafür, die Musik des 20. Jahrhunderts und zeitgenössischer Komponisten wie Kancheli, Pärt, Schnittke und Gubaidulina zu fördern.
Doch wie es für jeden selbst respektierenden Geiger der Fall ist, sind die Werke für Solo-Violine von Johann Sebastian Bach, das Nonplusultra der Werke für das Instrument, ein Übergangsritus. Wir sehen ihn 2001 in einer Barockkirche in Lockenhaus, dem Festival, das er in Österreich gegründet hat, bei der Aufführung der drei Partiten. Kremer hatte diese Stücke vor fünfundzwanzig Jahren (bei Melodya) aufgenommen, aber bis zu dieser Live-Aufnahme in Lockenhaus nichts Weiteres eingespielt.
Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen bietet uns der baltische Geiger einen kraftvollen, lebendigen und fast heiteren Bach. Eine sehr persönliche Vision, die niemanden gleichgültig lässt.
