Das Europakonzert 2006 der Berliner Philharmoniker in Prag
Mit Daniel Barenboim und Radek Baborák
Besetzung
Programmhinweise
Für das Europakonzert 2006 in Prag zollt das Berliner Philharmonische Orchester unter der Leitung von Daniel Barenboim Mozart Tribut. Ein außergewöhnliches Konzert.
Mit dem Auftritt im Mai 2006 in Prag schlug das Berliner Philharmonische Orchester gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Es feierte Mozarts 250. Geburtstag (1756–1791) und seinen eigenen Geburtstag (1. Mai 1882). Seit 1991 ist es Tradition für das Orchester aus Berlin, seinen Geburtstag jeweils mit einem Konzert in einer anderen europäischen Stadt zu begehen. Die größten Dirigenten haben sich abgewechselt, um eine der renommiertesten Formationen der Welt angemessen zu ehren: Claudio Abbado, Bernard Haitink, Zubin Mehta, Mariss Jansons, Pierre Boulez … Simon Rattle, der musikalische Leiter des Orchesters, dirigierte das Konzert 2004 in Athen (verfügbar bei medici.tv) sowie das Konzert am 1. Mai 2008 in Moskau, das live auf medici.tv übertragen wurde.
Daniel Barenboim nahm mehrfach an diesem Jubiläum teil: 2004 als Pianist gemeinsam mit Simon Rattle und bei dieser Aufnahme 2006 in Prag als Dirigent und Pianist. Prag war eine Stadt, die Mozart sehr am Herzen lag: Er hielt sich dort mehrfach auf und komponierte Don Giovanni, das 1787 dort uraufgeführt wurde. Prag zeigte seine Dankbarkeit. Es war die einzige Stadt in Europa, die dem Komponisten bei seinem Tod mit der Aufführung seines Requiems Tribut zollte …
Das Programm dieses außergewöhnlichen Konzerts, das in der Staatsoper stattfand, war natürlich Mozart gewidmet. Nach der Symphonie Nr. 35, Haffner setzte sich Barenboim ans Klavier, um das Klavierkonzert Nr. 22 zu spielen, bevor er die Bühne dem Hornisten Radek Baborak für das Hornkonzert Nr. 1 überließ. Die Symphonie Nr. 36, Linz (komponiert in nur drei Tagen!) schließt diesen feinen Tribut des Berliner Philharmonischen Orchesters und Daniel Barenboim an Mozart ab.
