David Fray spielt Schubert und Bach.
Verbier Festival 2009
Besetzung
David Fray — Klavier
Programmhinweise
Bei seinem ersten Auftritt beim Verbier Festival spielt der Pianist David Fray Werke von zwei seiner Lieblingskomponisten: Schubert und Bach.
Hin und wieder begegnet ein Musiker einer Komposition, deren Universum so weit und majestätisch ist, dass sie Selbstzweifel, ja sogar Angst hervorruft: „Soll ich noch eine Weile warten, bevor ich mich an dieses Stück wage? Werde ich es jemals gut genug spielen können?“ Der junge David Fray erlebte genau solche extremen Gefühle, als er sich erstmals Schuberts drei Klavierstücke, D. 946, näherte, doch er bewies schnell, dass er der Herausforderung gewachsen war. Tatsächlich verkörpern die Aufführungen des Pianisten den intimen und fast nostalgischen Geist dieser Kompositionen, so sehr, dass es scheint, als habe er das Geheimnis dieser Musik entdeckt. Eine von Frays Stärken ist seine Fähigkeit, seine Arbeit als Interpret auf einer detaillierten Analyse des vorliegenden musikalischen Textes zu gründen und dabei eine natürliche und sensible Anschlagsweise beizubehalten. Man könnte sogar versucht sein, von Lyrismus zu sprechen, doch ein solcher Begriff erscheint anachronistisch, wenn es darum geht, die Musik des Kantors von Leipzig zu beschreiben.
Foto: © Aline Paley


