Programm

Fazıl Say, Karantina günlerinde bahar sabahları (Frühlingsmorgen in den Tagen der Quarantäne) - Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 (UA)

Béla Bartók, Concerto for Orchestra, Sz. 116

1. Introduzione: Andante non troppo – Allegro vivace

2. Giuoco delle coppie: Allegretto scherzando

3. Elegia: Andante non troppo

4. Intermezzo interrotto: Allegretto

5. Finale: Pesante – Presto

Christoph Eschenbach dirigiert Fazıl Say und Bartók — Mit Friedemann Eichhorn

Konzerthaus Berlin

Abonnenten

Besetzung

Friedemann Eichhorn  — Violine

Konzerthaus Orchester Berlin  — Orchester

Christoph Eschenbach  — Dirigent

Programmhinweise

Der gefeierte Dirigent Christoph Eschenbach vereint sich mit dem renommierten Konzerthausorchester Berlin für die unverzichtbare Weltpremiere von Fazıl Says Violinkonzert Nr. 2 — mit dem Violinvirtuosen Friedemann Eichhorn — und Bartóks Konzert für Orchester.

Konzertpianist, Komponist und ehemaliger Artist in Residence des Konzerthauses Berlin, Fazıl Say zeigte schon in jungen Jahren außergewöhnliches musikalisches Talent und komponierte seine erste Klaviersonate im Alter von nur 14 Jahren. In Ankara aufgewachsen und in Deutschland ausgebildet, sieht Say seine Musik als verbindende Kraft zwischen Ost und West. Sein Kompositionsstil zeichnet sich durch farbenreiche Orchesterklänge, virtuose Violinstellen und Anklänge an die musikalische Folklore seines Landes aus, die sich alle in seinem jüngsten Violinkonzert widerspiegeln, das den Untertitel Karantina günlerinde bahar sabahları (Frühlingstage in Zeiten der Quarantäne) trägt.

Auf Says Weltpremiere folgt eines von Bartóks beliebtesten Werken, sein fünfteiliger Konzert für Orchester (1943). Der Titel selbst ist unkonventionell, da das Konzertgenre typischerweise ein Soloinstrument mit Orchesterbegleitung hervorhebt. Indem Bartók das Orchester selbst als Solisten positioniert, behandelt er jede Instrumentalgruppe auf solistische, individuelle Weise. Das Stück wurde in den USA geschrieben, wohin der Komponist und seine Frau geflohen waren, um dem Krieg zu entkommen. Es verbindet erfolgreich die westliche Musiktradition mit ungarischer Volksmusik; das Ergebnis ist ein turbulentes, klangvolles und lyrisches Meisterwerk, das von Orchestern auf der ganzen Welt gerne aufgeführt wird.

Foto: Christoph Eschenbach & Konzerthaus Orchester Berlin © Marco Borggreve

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