John Barbirolli spielt Schumanns Cellokonzert.
Hallé-Orchester, André Navarra
Besetzung
Programmhinweise
Dieses Video bietet einen umfassenden Überblick über die Kunstfertigkeit des renommierten Dirigenten John Barbirolli und zeigt seine Arbeit mit dem Hallé Orchestra.
Barbirolli wurde 1899 in London als Sohn eines Italieners und einer Französin geboren. Er wuchs in England auf und erhielt seine musikalische Ausbildung am Trinity College in London sowie an der Royal Academy of Music. Er stammt ebenfalls aus einer musikalischen Familie, da sein Vater und Großvater Geiger im Orchestra del Teatro alla Scala in Mailand waren. Sie waren bei der Uraufführung von Verdis Othello an genau jenem Abend anwesend.
Schon in jungen Jahren begann Barbirolli mit dem Violinspiel, das er später gegen das Cello eintauschte. Er wurde ein renommierter Solist auf diesem Instrument. Nach Rezitalen und Auftritten mit verschiedenen Orchestern gründete er sein eigenes Kammerorchester, um seinen lang gehegten Traum zu verwirklichen, Dirigent zu werden. Bald darauf wurde er Dirigent an verschiedenen Opernhäusern, wo er sein bemerkenswertes Können im lyrischen Repertoire unter Beweis stellte. Anschließend erlernte er das Dirigieren symphonischer Orchester wie des Scottish Orchestra oder des London Symphony Orchestra, bevor er den Rang eines Dirigenten erreichte: 1936 wurde er ausgewählt, Arturo Toscanini als Leiter des New York Philharmonic Orchestra nachzufolgen.
1942, während seiner Tätigkeit als Leiter des Hallé Orchestra in Manchester, England, stand er vor der Herausforderung, ein kämpfendes Ensemble in eines der angesehensten Orchester des Vereinigten Königreichs zu verwandeln. Trotz der schwierigen Umstände gelang es ihm, das Hallé zu einer bedeutenden Größe in der britischen Musikwelt zu erheben.
Nach der Aufführung von Berlioz’ Corsair Overture betritt der französische Cellist André Navarra die Bühne. Er ist ein renommierter Musiker mit einer beeindruckenden internationalen Karriere. Barbirolli und Navarra spielen anschließend Schumanns Cellokonzert in a-Moll, das sie als zwei versierte Musiker mit einer gemeinsamen Leidenschaft für das Cello darbieten. Barbirolli, der an die lyrische Kunst gewöhnt ist, lässt Navarras Cello auf leuchtende Weise singen und entlockt seinem Orchester ein reichhaltiges Klanggewebe. Es folgt das Scherzo Capriccioso von Dvořák, das durch ein lebhaftes, schnelles Tempo gekennzeichnet ist.
Archive:
- - Le Corsaire, Op. 21, Ouvertüre für Orchester von Hector Berlioz, interpretiert von John Barbirolli, BBC-Archiv, 1962
- - Cellokonzert in a-Moll, Op. 129 von Robert Schumann, interpretiert von John Barbirolli und André Navarra, BBC-Archiv, 1962
- - Scherzo Capriccioso, Op. 66 von Antonín Dvořák, interpretiert von John Barbirolli, BBC-Archiv, 1962


