Claudio Abbado dirigiert Mahler und Schönberg
Gustav Mahler Jugendorchester
Besetzung
Thomas Dehler — Erzähler
Jef Bayonne — Erzähler
Juliane Banse — Sopran
Gustav Mahler Jugendorchester
Claudio Abbado — Dirigent
Programmhinweise
Während die Wiener Uraufführung von Schönbergs sinfonischem Gedicht Pelleas und Melisandre im Jahr 1905 kein großer Erfolg war, empfing das Berliner Publikum das Werk fünf Jahre später mit großer Herzlichkeit. Im Jahr 2006 kehrte Schönbergs Meisterwerk in den Wiener Musikverein zurück—den Ort seiner Uraufführung—und wurde von einem ganz anderen Publikum mit beträchtlicher Begeisterung aufgenommen.
Zu der Zeit, als Richard Strauss seinem Wiener Kollegen die Idee vorschlug, ein Stück zu schreiben, das vom gleichnamigen Gedicht Maeterlincks inspiriert ist, hatten die beiden Komponisten Debussys innovative Oper noch nicht gehört. In diesem tiefgründigen symbolistischen Drama wird Liebe—verboten, wie in Tristan und Isolde—leise verkündet und bleibt letztlich unerwidert, außer im Tod. Eine kurze Einführung präsentiert die Hauptthemen des Werks und nutzt Werke großer Maler, um die Handlung besser zu vermitteln.
Nach Schönbergs Werk spielt das Gustav Mahler Jugendorchester unter der Leitung seines Gründers Claudio Abbado die Vierte Symphonie des Komponisten, der ihrem Ensemble den Namen gab. Das Werk vereint pastorale Anmut und emotionale Mehrdeutigkeit und stellt den Höhepunkt von Mahlers Schaffen bis zu diesem Zeitpunkt dar. Die Symphonie preist die Natur und beschreibt die verschiedenen Stufen der Schöpfung: irdische Kräfte, Flora und Fauna, die Geburt des Menschen, die Engel und schließlich die Liebe. Die Sopranistin Juliane Banse krönt den letzten Satz mit dem Gesang der „Freuden des himmlischen Lebens“, wo „wir kaum den Tumult der Welt hören!“

