Marius Petipas Giselle, nach Jean Coralli und Jules Perrot — Musik von Adolphe Adam
Nationaloper Bordeaux
Besetzung
Marius Petipa — Choreograf
Jean Coralli — Choreograf
Jules Perrot — Choreograf
Eric Quilleré — Choreograf
Adolphe Adam — Komponist
Matali Crasset — Bühnenbildner, Kostümbildner, Szenografie, Zubehör
Yannick Fouassier — Beleuchtungsdesigner
Marini da Silva Vianna — Giselle
Programmhinweise
Der pastorale Realismus und die fantastischen imaginären Welten des ikonischen französischen Balletts Giselle erwachen in der farbenfrohen Inszenierung der Designerin Matali Crasset an der Opéra National de Bordeaux zum Leben. Komponiert von Adolphe Adam zu einem Libretto von Théophile Gautier und Jules-Henri Vernoy de Saint-Georges, erzählt Giselle die Geschichte eines jungen Bauernmädchens, das sich in Albrecht, einen verkleideten Adligen, verliebt, aber an gebrochenem Herzen stirbt, als sie die wahre Identität ihres Geliebten entdeckt. Nun, versetzt in das Reich der Wilis – die Geister junger, unverheirateter Frauen – macht sich Giselle daran, Albrecht vor seinem ungewöhnlich morbiden Schicksal zu retten, nachdem die Königin der Wilis ihn dazu verurteilt hat, bis zu seinem Tod zu tanzen.
Ursprünglich geschaffen von Jean Coralli und Jules Perrot und später vom großen Marius Petipa überarbeitet, wird die charmante Choreografie elegant vor einem originalen Hintergrund aus geometrischen hölzernen Baumskulpturen interpretiert. Crassets Inszenierung ist nicht nur ein hübsches Bild: Die visuellen Elemente ihrer Produktion repräsentieren zwei zusammenkommende Welten – die reale und die fantastische, die unteren und oberen Gesellschaftsschichten, aus denen Giselle und Albrecht jeweils stammen. Die konische Form des Tutus, die sich in der Form der Baumäste widerspiegelt, erinnert uns daran, was im Herzen des Balletts steht: der Tanz, die Quelle sowohl von Albrechts Tod als auch seiner Erlösung.
