Marius Petipas Giselle, Musik von Adolphe Adam
Marianela Nuñez (Giselle), Vadim Muntagirov (Albrecht)... — Das Royal Ballet
Besetzung
Marius Petipa — Choreograf
John MacFarlane — Bühnenbildgestaltung
Marianela Núñez — Giselle
Vadim Muntagirov — Albrecht
Bennet Gartside — Hilarion
Johannes Stephanek — Wilfred
Orchester des Royal Opera House, Covent Garden
Programmhinweise
In dieser Produktion von Giselle aus dem Jahr 2016 vereinen die étoiles Marianela Nuñez und Vadim Muntagirov ihre Kräfte mit Barry Wordsworth und dem Orchester des Royal Opera House, um das Werk zum Leben zu erwecken, das Tschaikowski als „ein poetisches, musikalisches und choreografisches Juwel“ betrachtete.
„Wunderschön in ihren Hochzeitskleidern und gekrönt mit Blumen und Bändern, funkelnde Ringe an ihren Fingern, tanzen die Willis im Mondlicht, als wären sie Elfen. Ihr Antlitz, weißer als Schnee, strahlt vor Jugend, sie lachen mit solch verdrehter Fröhlichkeit, solch bezaubernder Heiterkeit (...) dass niemand diesen toten Bakchantinnen widerstehen kann...“ So beschrieb Heinrich Heine die willis, die fantastischen Wesen der Mythologie, die im Zentrum von Giselle stehen und zu einem archetypischen Charakter des romantischen Balletts wurden. Vor ihren Hochzeitstagen gestorben, entführen die unheimlichen Jungfrauen jeden Mann, dem sie begegnen, in einen Tanz, der zum Tod führt.
Die willis inspirierten Théophile Gautier dazu, Henri de Saint-Georges einen Handlungsentwurf vorzuschlagen, der Autor des Librettos, das Adam vertonen sollte. Die von Jean Coralli und Jules Perrot etablierte Choreografie wird hier von Marius Petipa verwendet, dem Bruder von Lucien, der Tanzpartner von Carlotta Grisi war, der italienischen étoile-Tänzerin, für die die Rolle der Giselle geschrieben wurde. Die Premiere dieser Choreografie im Imperial Mariinsky Theater im Jahr 1887 markierte den Beginn des modernen Ansatzes dieses Balletts, einer Interpretation, die bis heute angewandt und geliebt wird.
